Pressegesräch zum Thema "Energie aus Biogut"

In einem Pressegespräch zum Thema Vergärung von Bioresten am 1. August 2016 präsentierten die Referenten des BUND Naturschutz, Josef Metzger (Das Bessere Müllkonzept), Dr. Hartmut Hoffmann (Abfallexperte des BUND) und Josef Seemüller (Bund Naturschutz Bayern) die Position des Verbandes zur Vergärung der biologischen Reststoffe aus Haushalten, Gastronomie und Schulen im Landkreis Fürstenfeldbruck.

16.08.2016

Diese Art der Verwertung stellt die beste und effektivste Form der Verwertung dar. Die in den Bioreststoffen enthaltene Energie kann gewonnen werden (Methangas und Wärme). Diese Energiegewinnung ist ein wichtiger Bestandteil der regenerativen Energieerzeugung im Landkreis, für den kein zusätzlicher Energiepflanzenanbau erforderlich ist. Auch stellt diese Verwertung eine positive Energiebilanz dar im Gegensatz zur Verbrennung, für die der Einsatz von zusätzlichen Brennstoffen erforderlich ist.

Anders wie bei der Verbrennung bleiben bei der Vergärung die Mineralstoffe im Gärungsrest erhalten und können zur Herstellung von Komposterden weiterverwendet werden. Insbesondere die Rückgewinnung der in den Pflanzen enthaltenen Phosphate wird in Zukunft eine immer wichtiger werdende Rolle spielen. Die Schlacken aus der Müllverbrennung dagegen sind giftig und müssen daher als dauerhafter Restmüll entsorgt werden.

Die Anzahl der Haushalte im Landkreis Fürstenfeldbruck ist ausreichend, um eine Landkreis eigene Vergärungsanlage zu betreiben. Die regionale Verarbeitung der biologischen Reststoffe ist notwendig, um zu erreichen, dass der Landkreis Fürstenfeldbruck sein Ziel erreicht, bis zum Jahr 2030 energetisch autonom zu werden.

Die Kreisgruppe Fürstenfeldbruck des BUND Naturschutz fordert daher die Kreisräte auf, die Bioreste-Vergärung positiv zu bewerten und sich zum Bau einer Anlage im Landkreis zu entscheiden. Vorbilder dafür gibt es in den Nachbarlandkreisen mittlerweile genügend.

Weitere Informationen zur Energiewende im Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie bei Ziel 21 unter: http://www.energiewende-landkreis-ffb.de/