GEWÄSSER

Fließgewässer

Gewässernetz mit Einzugsgebiet
Gewässernetz und Einzugsgebiete im Landkreis Fürstenfeldbruck

Zentrale Fließgewässer und ihre Einzugsgebiete

Wie aus der Karte gut ersichtlich ist, weist unser Landkreis vier Einzugsgebiete auf. Diese sind die Einzugsgebiete der Amper, Maisach, Glonn und Paar.

Das zentrale Fließgewässer im Landkreis Fürstenfeldbruck ist die Amper (Gewässer 1. Ordnung), die den Abfluss des Ammersees bildet. Die Amper durchfließt den Landkreis cirka 25 km lang in Richtung Nordosten und durchquert dabei die Jungmoränenlandschaft im Süden sowie die nördlich angrenzende Altmoränenlandschaft und Schotterebene. Nach einer gesamten Flussstrecke von etwa 100 km mündet die Amper bei Moosburg (Lks. Freising) in die Isar.

Als Gewässer 2. Ordnung fließen ebenso die Maisach und die Glonn durch den Landkreis. Die Maisach entspringt im Nordwesten der Gemeinde Türkenfeld bei Hohenzell und fließt Richtung Nordosten ab, wo sie bei Mitterndorf in die Amper einmündet. Sie bildet die Geländegrenze zum nördlichen Tertiäranstieg.Im Norden des Landkreises fließt ein Teilabschnitt der Glonn innerhalb der Gemeinden Mittelstetten und Egenhofen, der stellenweise die nördliche Landkreisgrenze bildet.

Zustand nach der europäische Wasserrahmenrichtlinie

Seit 2000 gilt die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in allen Mitgliedsstaaten der EU. Mit ihr wurden einheitliche Umweltziele für das Schutzgut Wasser (Grund- und Oberflächenwasser) festgelegt und eine rechtliche Basis geschaffen, wie das Wasser zu schützen ist.

Die Wasserrahmenrichtlinie verfolgt einen umfassenden, integrativen und länderübergreifenden Ansatz der Bewirtschaftungsplanung in Flussgebieten, der den nachhaltigen Ressourcenschutz und den Erhalt der ökologischen Funktionsfähigkeit der Gewässer in den Mittelpunkt stellt. Als Hauptziel wird angestrebt, dass Flüsse, Seen, Küstengewässer und Grundwasser nach Möglichkeit bis 2015 - spätestens bis 2027 - den guten Zustand erreichen. Ein bereits erreichter (sehr) guter Zustand ist zu erhalten.

Als Referenz gilt die natürliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren in den Gewässern, ihre unverfälschte Gestalt und Wasserführung sowie die natürliche Qualität des Oberflächen- und Grundwassers. Grundsätzlich gelten hinsichtlich des Zustands eines Gewässers sowohl ein Verbesserungsgebot als auch ein Verschlechterungsverbot. Die wichtigsten Elemente für den Schutz der Gewässer sind die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme für Flussgebiete bzw. Teilbereiche der Flussgebiete.

Die für den Landkreis relevanten Fließwasserkörper sind:

  • IS216: Amper Grafrath bis Mündung Maisach
  • IS217: Amper Stegen bis Grafrath
  • IS270: Maisach
  • IS309: Nebenbäche der Glonn

Nach dem jeweiligen Steckbrief (www.bis.bayern.de) werden die Ergebnisse der Bestandserfassung der Flusswasserkörper kurz aufgeführt. Die Bewertung richtet sich nach einm 5-stufigen System (sehr gut, gut, mäßig, unbefriedigend, schlecht).

Amper (IS216 und IS217)

  • Chemischer Zustand:   gut
    (Ziel ist bereits erreicht)
  • Ökologischer Zustand:  mäßig
    (ein guter Zustand soll voraussichtlich bis 2015 erreicht werden)

Maisach (IS270)

  • Chemischer Zustand:   gut
    (Ziel ist bereits erreicht)
  • Ökologischer Zustand:  unbefriedigend
    (ein guter Zustand soll voraussichtlich erst nach 2015 erreicht werden)

Nebenbäche der Glonn (IS309)

  • Chemischer Zustand:   gut
    (Ziel ist bereits erreicht)
  • Ökologischer Zustand:  unbefriedigend
    (ein guter Zustand soll voraussichtlich erst nach 2015 erreicht werden)

Zuflüsse der zentralen Fließgewässer:

Amper:
An der Plany, Ascherbach, Alter Ascherbach, Neuer Ascherbach, Balaufgraben, Birkenmoosgraben, Burgbach, Erlbach, Garnbach, Gröbenbach, Höllbach, Holzbach, Kellerbach, Krautgartengraben, Große Mauken, Mittlere Mauken, Kleine Mauken, Mühlbach, Mutterbach, Innere Mutterbach, Pfarrgraben, Quergraben, Russengraben, Scharinenbach, Schwarzer Graben, Seitengraben, Speckbach, Starzelbach, Tonwerkgraben, Weißer Graben, Weihergraben, Wirtsgraben, Zellhofgraben, Zitzstaudengraben

Maisach:
Anzhofer Graben, Aspengraben, Ballengraben, Baywagraben, Brandgraben, Breitwiesgraben, Bußbach, Dornetgraben, Erlbach, Finsterbach, Flutkanal, Forellenbach, Hachelgraben, Haspelgraben, Krautgartengraben, Lappach, Loderhofer Graben, Lüßgraben, Mitterbach, Moosgraben, Mooskanal, Mooswiesengraben, Osterweiherbach, Ramertshofer Graben, Rottbach, Sandbrunnen Bach, Unterer Flutkanal, Voreichengraben, Wehrgraben, Weiherbach, Weihergraben, Wildmoosgraben, Wörthgraben

Glonn:
Aubach, Aumitter Graben, Burggraben, Eurastetten Nord, Eurastetten Süd, Krebsbach, Mehlbach, Moosgraben, Neschelbach, Poigener Graben, Rambach, Rohrbach, Röhrersbach, Schweinbach, Sportplatzgraben

Paar:
Dünzelbach, Hammerschmidgraben, Stockwiesengraben, Steinach

Stillgewässer

Natürliche größere Stillgewässer sind im Landkreis nicht vorhanden. Im Süden sind vereinzelt sehr kleine Gewässer (ehemalige Toteislöcher) innerhalb des Endmoränenbogens zu finden, die meist im Wald liegen und bereits unterschiedlich stark verlandet sind. Vielerorts sind künstliche Gewässer durch den Kiesabbau entstanden. Aber auch Weiher und Teiche (vor allem Fischteiche) sind im Landkreis häufig angelegt. Ebenso gibt es durch die Anstauung eines Fließgewässers ein seeähnliches Gewässer bzw. einen Stausee. Zu den größeren Gewässern im Landkreis zählen Olchinger See einschließlich Kleiner Olchinger See, Ampersee, Pucher See, Germeringer See, Mammendorfer See sowie der Amperstausee bei Fürstenfeldbruck.

Petra Kotschi (01/2012)

Nach oben