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ORTSGRUPPE GERMERING

Vorsitz

Annette Kotzur
Demmelstr. 19
82110 Germering
Telefon: 089/ 84 31 30

Stellvertretung:
Claudia Müller
Telefon: 089/ 89 46 37 13

E-Mail-Adresse: germering@bund-naturschutz.de

Weiter gehören dem Vorstand an: Franz Herold (Kassier), Jürgen Knöckelmann (Schriftführer), Madlen Roithmaier (Leiterin der Kindergruppe), Hildegard Schröpel sowie Stephanie Pockrandt-Gauderer.



Termine

Ortsgruppentreffen

Die Ortsgruppe trifft sich künftig am 1. Mittwoch jeden Monats (ausgenommen in den Schulferien);
Beginn 19.30 Uhr im Nachtasyl oder Emerenz Meier Raum in der Stadthalle Germering, sofern nichts anderes angegeben ist.


Die Weihnachtsfeier am 01.12.2021 fällt aus.



Der Harthauser Wald – einzigartige Waldnatur auf Germeringer Flur

Der östliche Teil des Harthauser Waldes ist der naturnäheste Wald auf Germeringer Flur. Im Gegensatz zu den umliegenden, fichtenbetonten Wäldern wachsen hier überwiegend heimische Laubbäume. Der Wald steht damit in einer Reihe mit anderen historisch bedeutsamen sog. Lohwäldern im Münchner Westen wie Angerlohe oder Allacher Lohe.

Natürliche Waldentwicklung und Waldgeschichte

Bevor der Mensch sesshaft wurde, wuchsen hier auf den eher trockenen, aber nährstoffreichen Kalkschotter-böden Waldmeister-Buchenwälder. Seit dem Mittelalter wurde der Wald intensiv als Nieder- und Mittelwald und für die Waldweide genutzt. Diese Nutzungsarten begünstigten die Stieleiche. In Verbindung mit den zahlreichen Lichtungen entwickelte sich der buchenreiche Wald hin zum Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchen-Wald. Dessen natürliche Baumartengarnitur hat sich bis heute weitgehend erhalten. Dazu gehören: Stieleiche, Buche, Esche, Winterlinde, Spitzahorn, Bergahorn, Feldahorn, Hainbuche, Bergulme, Vogelkirsche und Sandbirke. Seltener trifft man die Fichte und alte Kiefern an.

Bemerkenswert sind die zahlreichen Straucharten wie Liguster, Hartriegel, Wolliger Schneeball, Weißdorn, Schlehe und Pfaffenhütchen. Die häufig vorkommende Hasel ist ein deutlicher Hinweis auf die frühere Nutzung als Mittelwald. Die Sträucher bilden einen fast lückenlosen, optisch hochattraktiven Saum am Übergang vom Feld zum Hochwald.

In der Krautschicht gedeihen u. a. Buschwindröschen, Leberblümchen, Waldmeister, Goldnessel und Immergrün.

 

Lebensraum Wald

Charakteristisch für eine große Naturnähe ist neben den zahlreichen heimischen Baum- und Straucharten ein reichhaltiges Angebot an Lebensräumen für Tier- oder Pflanzenarten (sog. Habitate). Davon profitieren Buntspecht, Grünspecht, Kleiber, Zaunkönig und Tannenmeise wie auch diverse Fledermausarten oder totholzbewohnende Käfer. Besonders auffällig am stehenden Totholz oder kränkelnden Bäumen sind Konsolenpilze wie der Zunderschwamm, am liegenden Totholz der Hallimasch.

Auf die Artenvielfalt fördernd wirkt sich auch der ausgeprägte Strukturreichtum aus. Altbestände mit bis zu 150-jährigen, dicken Stieleichen wechseln mit Jungbeständen oder werden von frischen Störungsflächen (Windwurf) mit einem undurchdringlichen Gestrüpp aus Sträuchern, Jungbäumen und Brombeeren abgelöst. Auf weiten Flächen wächst im Schatten der Altbäume bereits die nächste Generation aus Naturverjüngung nach.

 

Gefahren

Die größte Gefahr für den Harthauser Wald geht momentan von dem sich verstärkenden Klimawandel aus. Seit 2015 häufen sich langanhaltende Hitze- und Trockenperioden. Verschärfend wirkt dann der angespannte Bodenwasserhaushalt, weil die nur 30-40 cm starke Lehmschicht über Kies wenig Wasser speichert. Inzwischen sind erste Schwächeerscheinungen wie dürre Kronenteile an der Stieleiche und Vogelkirsche bis hin zu Totalausfällen zu beobachten. Ein markanter Hinweis auf sich ändernde Klimabedingungen ist auch die starke Zunahme des Efeus.

Wie alle Wälder unserer Heimat leidet auch der Harthauser Wald unter den seit mehreren Jahrzehnten anhaltend hohen Stickstoffeinträgen. Bedeutende Stickstoff- Nahemittenden sind dabei die Siedlungsnähe, die angrenzende Landwirtschaft wie auch die stark frequentieren Straßen. Die Stickstoffsättigung der Böden verändert schleichend die Artenzusammensetzung der Vegetation und fördert dabei besonders Brombeere und Himbeere.

Seit 2008 hat das Eschentriebsterben die Germeringer Flur erreicht. Verursacher ist ein kleiner Pilz (Falsches Weißes Stengelbecherchen), der im Zuge der zunehmenden Globalisierung aus China eingeschleppt wurde und schon zahlreiche Eschen befallen oder zum Teil bereits zum Absterben gebracht hat.

 

Forstliche Nutzung

Der östliche Harthauser Wald steht heute im Eigentum der Stadt München und wird sehr zurückhaltend genutzt. Entlang der Forststraße wird zum Schutz der Waldbesucher laufend auf die Verkehrssicherheit geachtet. Ansonsten lässt man der Natur freien Lauf. Die alten Bäume können noch älter werden und die Menge und Qualität an Habitatstrukturen nimmt zu. Man darf daher gespannt sein, wie sich dieses Kleinod weiter entwickeln wird.


Vorschlag des BN zur Gestaltung des Volksfestplatzes

Grundsätzliches:

Die Stadt Germering hat vor weit mehr als 10 Jahren die Erklärung zur Biodiversitätsstrategie unterschrieben. Der BN hat daher die Erwartung, dass mit der Neukonzeption eine arten- und strukturreiche Grün- und Freifläche im Siedlungsbereich entstehen wird, um so die biodiversi­tätsfördernde Durchgrünung der Stadt sichtbar zu verbessern. Hierzu zählt auch, dass die benachbarten Grünanlagen als ein Verbund betrachtet werden. In diesem Zusammenhang wird empfohlen zu prüfen, ob die Neukonzeption einschließlich Erikapark als ein förderungs­würdiges Projekt i. R. des Förderschwerpunkts "Stadtnatur im Bundesprogramm Biologische Vielfalt" durchgeführt werden kann; vgl. hierzu die seit Juli 2021 geltende Förder­richtlinie des Bundesumweltministerium.

Straßenbereich:

Umgestaltung des Kreuzungs- und Straßenbereichs Kleinfeld-/Marktstraße auf der gesamten Länge des Bereichs lt. Skizze in eine verkehrsberuhigte Zone. Dies würde die Aufenthalts­qualität deutlich verbessern, da hier Fußgänger, Radfahrer und Autos gleichberechtigt sind. Insbesondere dient es der Sicherheit der Kindergartenkinder, der Schüler*innen und auch den künftigen Bewohnern des Seniorenheims/Betreuten Wohnens. Außerdem werden somit auch gleich Verbindungen zu den anderen Grünanlagen geschaffen.

Um den Autoverkehr am Markttag in Grenzen zu halten, sollte an eine Bushaltestelle an der Kleinfeldstraße gedacht werden.

Baumaßnahmen:

Standort für die neue Kinderkrippe am Nordrand anstelle der Toiletten und des Wertstoffhofes. Diese sollten möglichst so in eine geeignete Ecke der Fläche östlich der Marktstraße verlagert werden, dass nur eine kurze Zuwegung von der Markt- oder Kleinfeldstraße her erforderlich wird.

An der passenden Hauswand des Neubaus sollten Nistmöglichkeiten für Gebäudebrüter (Spatzen, Fledermäusen u.a.) vorgesehen werden. Es gibt Hinweise auf Fledermäuse im Gebäude des Wertstoffhofs.

Marktbereich:

Die Verlegung der technischen Infrastruktur für die Marktstände sollte unterirdisch möglichst nah an die Standplätze erfolgen. Dadurch ließe sich der Freiraum im Innern der Marktfläche für den Aufenthalt von Marktbesuchern nutzen, in dem dort die Möglichkeit zum Aufstellen von ein paar Stühle und Tische während der Marktzeit bietet. Wünschenswert wäre das Angebot von kleinen Speisen und Getränke. Dies würde den Markt deutlich aufwerten. Wenn möglich, sollte auch noch eine Baumgruppe oder ein Einzelbaum in der Mitte als Schattenspender im Sommer eingeplant werden.

Künftiger Parkbereich:

Die mit der Skizze gemachten Gestaltungsideen stehen unter dem Vorbehalt der Klärung, wo Feuerwehrzufahrten mit eingeplant werden müssen.

Um die ohnehin nicht sehr große Grünfläche nicht weiter einzuschränken, sollte auf die Anlage eines zusätzlicher Spielplatzes verzichtet werden. Die KiTas können den vorhandenen Spielplatz gemeinsam nutzen.

Die atriumähnlichen Elemente sollen in ihrer Gestaltung den Bezug zu den vier Jahreszeiten herstellen. Mittels Höhenmodelierung (Aufbringung vom Erdreich spart Entsorgungskosten des Auffüllmaterials) könnten diese Elemente auch als Abgrenzung zu den Zufahrten der KiTas dienen. Möglich werden kann das durch Abböschung und Trockenmauern. Deren zur Sonne orientierte Bereiche möglichst für Pflanzen mit geringem Nährstoffbedarf anlegen. Auf Trockenmauern z. B. Duftpflanzen vorsehen, die so auch für körperlich eingeschränkte Menschen besser wahrnehmbar wären. Trockenmauern könnten auch Lebensraum für Eidechsen sein, denn im Bereich Wertstoffhof wurden Zauneidechsen gesichtet.

Neben normalen Bänken schlagen wir Steingruppen mit Holzstämmen vor, die eine gemischte Nutzung (Spielen, aber auch als Sitzmöglichkeit) möglich machen. Als Schattenspender könnten ein, zwei Apfelbäume und Pergolen dienen, die auch Unterschlupf für Vögel bieten. Ebenso für Vögel und als weiteres Gestaltungsemelent wäre auch ein Laubengang vorstellbar. Die Modellierung des Geländes ermöglicht evtl. auch eine Wasserstelle/Brunnen, die im Sommer auch Kinder zum Spielen anzieht (dann müssen sie nicht mehr den Brunnen am Kl. Stachus nutzen).

 


BN Stellungnahme zum Bebauungsplan-Entwürfe "Kreuzlinger Feld, 1. und 2. Bauabschnitt sowie 8. Änderung des Flächennutzungsplans

Dieses Vorhaben planerisch isoliert zu behandeln, hält der BN für falsch. Die Dimension dieses Vorhabens allein schon, aber auch die zu erwartende künftige Bebauung weiterer Flächen im Kreuzlinger Feld, hat erhebliche städtebauliche Auswirkungen auf die Gesamt­entwicklung der Stadt. Daher vertritt der BN die Ansicht, dass eine solche Planung, auch im Hinblick auf eine möglichst breite Bürgerbeteiligung, Gegenstand eines umfassenden Entwicklungsplanes sein sollte. Den begrenzten Rahmenplan halten wir für keine ausreichende Grundlage.

Der BN hat mit Stellungnahme vom 11.04.2020 zu den Bebauungsplan - Vorentwürfen für dieses Planungsgebiet seine Einwendungen und alternative Vorschläge vorgebracht. Sie wurden vom Stadtrat auf Vorlage des Bauamtes mehrheitlich lediglich zur Kenntnis genommen. Folglich haben die von uns vorgebrachten Argumente gegen die Bewertungen und Schlussfolgerungen in den neu ausgelegten Unterlagen so gut wie keinen Niederschlag gefunden. Deshalb lehnen wir die Planungsentwürfe ab und erneuern hiermit unsere grundsätzlichen Einwendungen:

  • Der unwiederbringlich große Verlust an unser aller Lebensgrundlage und endlichen Ressource Boden, der einen hohen Verlust an Ökosystemleistungen zur Folge hat. Diese Verluste können durch keine wie auch immer geartete Maßnahme kompensiert werden!

  • Ein zu hoher Flächenverbrauch

  • Negative CO2 Bilanz

  • Eine erneute Verschlechterung des städtischen Kleinklimas aufgrund der klimatologisch verfehlten Gebäudeanordnung in sich sowie in der Grundstruktur der Blöcke, die mit den versetzten Mittelblöcken einen Weitertransport von kühler Frischluft Richtung Innenstadt ausbremsen. Im Umweltbericht wird schon direkt auf die geschützten Blockstrukturen eingegangen, die zwar in der Übergangszeit von Vorteil sind, was im Umkehrschluss bedeutet, dass sich diese doch gerade im Sommer extrem aufheizen. Diese Erfahrungen können bereits im Glücksgefühl beobachtet werden. Die Gesundheitsvorsorge wurde hierbei vollständig außer Acht gelassen. Wie viele Bäume im Bereich der Promenade gepflanzt werden können, ist fraglich, da neben Verkehrssicherheit auch auf Feuerwehrzufahrten geachtet werden muss. Filterwirkung, Schattenspende und CO2 Bilanz verschlechtern sich dadurch noch mehr.

  • Die Daten im Umweltbericht wurden nicht exakt ermittelt. Gerade bei den Schutz­gütern Klima/Luft sowie Boden werden bei den Auswirkungen fehlerhafte Rück­schlüsse gezogen.

  • Die zusätzliche Belastung von Umwelt und Verkehrsinfrastruktur durch eine Verkehrszunahme von voraussichtlich werktäglich rd. 7850 Fahrzeugbewegungen. Das Verkehrsgutachten bewertet u. E. die negativen Auswirkungen auf die gesamte Stadt und ihre Umwelt als zu gering.

  • Die Promenade soll gleichberechtigt als Fuß- und Radwegeverbindung genutzt werden und parallel noch als Aufenthaltsraum ausgestattet mit Freizeitanlagen ausgelegt werden. Nach unserem Erachten ist dafür zu wenig Platz, bedenkt man, dass Lastenräder, die die Stadt fördert, bereits eine Breite von bis zu 90 cm besitzen und durch die Elektroräder die Geschwindigkeiten deutlich höher liegen können.

  • Eine an der Architektur orientierte, d.h., eher kleinteilige, statt übergreifende Grünordnung kann einer wirklichen Vernetzung von Landschafts- und Lebensräumen über das Planungsgebiet hinaus (z. B. mit dem Stadtrand prägenden Kleingarten­gelände und den künftig noch zu bebauenden Flächen) und Aufenthaltsräumen für Nichtbewohner dieses Quartiers nicht gerecht werden. Es fehlt an einer ganzheit­lichen Grünflächenkonzeption (vgl. hierzu fehlender Entwicklungsplan).

  • Ein fehlendes nachhaltiges Energiekonzept, insbesondere für die Wärmeerzeugung, für das gesamte, auch noch später zu bebauende Gebiet.

Außerdem lässt die Dimension der künftigen Bebauung eine enorme, kurzfristige Zunahme der Stadtbevölkerung erwarten. Dem Ziel eines moderaten Wachstums und damit einer nachhaltigen Germeringer Stadtentwicklung i. S. des Leitbilds der Stadt Germering stünde das eindeutig entgegen.

Die Planung wird als in Übereinstimmung mit den Zielen des LEP und des RP 14 begründet. Der BN steht nicht allein mit der Auffassung, dass eine Veränderung der bestehenden Zielsetzung des LEP als unbedingt notwendig erachtet wird. Insbesondere der ständig weiter ausufernde Flächenverbrauch und der sich immer stärker auswirkende Klimawandel auf Mensch und Natur erfordern dies. Gerade die Bayerische Staatsregierung sieht ent­sprechenden Handlungsbedarf. Ist es daher noch vertretbar, sich in einem solchen Verfahren auf Ziele zu berufen, die der aktuellen Situation nicht mehr gerecht werden können?

Der BN unterstellt zwar nicht, dass die Abwägung von Auswirkungen der Planung auf die jeweiligen Wirkfaktoren mit einer gewissen Zielsetzung erfolgt. Es ist allerdings enttäuschend, registrieren zu müssen, dass alle zukunftsweisenden Maßstäbe und Erkenntnisse in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz und damit Menschenschutz kaum Beachtung finden. Eine Chance klimaneutral, ressourcenschonend und zukunftsweisend zu planen wurde wieder einmal nicht genutzt.

Als bedenklich sehen wir so manche unverbindlichen Formulierungen. Zum Beispiel "Der Verzichtauf einen überdimensionierten Festsetzungskatalog zur Gebäudegestaltung, soll den erforderlichen Spielraum schaffen, um u. a. auf die Anforderungen an den Umwelt- und Klimaschutz eingehen zu können". Was spricht denn gegen eine verbindliche Festsetzung einer Fassadenbegrünung und zwar nicht nur bei Nebengebäuden? Erfahrungsgemäß sieht der BN in solchen Unverbindlichkeiten eher einen Türöffner für mögliche Abweichungen im Sinne des Bauinvestors i. R. der Baugenehmigung, ohne damit nochmals den Plan ändern zu müssen. Auch in Anwendung der Vorschriften des BauGB gäbe es gerade auch im Hinblick auf den Umwelt-, Klima- und Naturschutz weiter gehende Möglichkeiten für verbindliche Festsetzungen in so einem Verfahren.

Die Stadt Germering sichert den Germeringer Bürgern und Bürgerinnen in ihrem Leitbild auch zukünftig den Erhalt der Lebensqualität zu. Der BN ist sich sicher, dass diese Art der Planung diesem Ziel nicht gerecht werden kann.


Nachruf Raimund Ziereis

Wir trauen um unser Vorstandsmitglied Raimund Ziereis, der nach schwerer Krankheit am Montag, den 16.08.2021 verstorben ist.

Seit 2015 gehörte Raimund Ziereis als Beisitzer unserem Ortsgruppen-Vorstand an. Schon in seiner Zeit als Rechtsreferendar wurde er Mitglied im BUND Naturschutz. In seinen 24 Jahren als BN-Abgeordneter im Umweltbeirat nahm er von 2000 bis 2008 auch den Posten als Schriftführer dieses Gremiums ein. Als strikter Gegner der geplanten Ausweitung des Flugplatzes Oberpfaffenhofen für Privatflieger bliebe er ständig an dem Thema dran. Innerhalb Germerings lagen ihm vor allem die Stadtentwicklung und Verkehrsplanung am Herzen. Das letzte halbe Jahr musste er sich leider bereits aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen, verfolgte aber weiterhin die Arbeit der Ortsgruppe mit Interesse.

Uns werden nicht nur seine juristischen Ratschläge, sondern auch seine Ideen und seine wertvollen Diskussionsbeiträge fehlen. Er hinterlässt ein große Lücke bei uns Aktiven. Wir werden Raimund Ziereis und sein Engagement für Germerings Umwelt- und Naturschutz in Erinnerung behalten.


2000 € Spende

Anlässlich seines 90sten Geburtstags spendete Dr. Herbert Köhler der Ortsgruppe Germering 2000 €.

Dr. Herbert Köhler war von 1990 bis 2007 Ortsvorsitzender der BN-Ortsgruppe. Die Spende soll zur Anlage eines Laichtümpel für Erdkröten östlich der Neuen Gautinger Straße eingesetzt werden. Die Kröten queren derzeit die Straße, um zu einen Löschwasserteich auf dem Areal des Tanklagers zu gelangen. Eine Sammlung der Amphibien ist aufgrund der dortigen Gegebenheiten und der zum Teil sehr hohen Geschwindigkeiten der Fahrzeuge kaum möglich.


Germerings Naturschützer spenden Baum der Zukunft

1970 ist die Gemeinde Germering dem BUND Naturschutz i. Bayern e. V. beigetreten. Aus Anlass der 50 jährigen Mitgliedschaft hat die BN - Ortsgruppe Germering der Stadt Germering eine Europäische Hopfenbuche gespendet. In Fachkreisen werden der bei uns eher unbekannten Baumart im Klimawandel wegen ihrer Herkunft und Robustheit große Chancen eingeräumt. Sie könnte in dem von zunehmenden Heiß-Trockenphasen gekennzeichneten Stadtklima eine Perspektive für unsere empfindlicheren heimischen Baumarten sein.

Hopfenbuchen benötigen meist einen warmen, windgeschützten Platz in sonniger oder halbschattiger Lage. Mit den nährstoffreichen Germeringer Böden haben sie keine Schwierigkeiten. Außerdem kommen sie mit relativ geringen Jahresniederschlägen aus. Zudem sind sie bis -20 °C winterhart.

Die Europäische Hopfenbuche ist ein dekorativer Laubbaum, der eine dicht belaubte, breite und tief ansetzende Krone ausbildet und bis zu 20 m hoch wird. Die markanten weiblichen Blütenstände hängen einzeln von den Trieben herab und sehen wie Hopfenblüten aus. Sie ähnelt im Wuchs wie auch in der Blattform der Hainbuche, ist raschwüchsig, wird jedoch selten älter als 100 Jahre.

Ihre Heimat sind Südeuropa und Kleinasien, wo sie in lichten Mischwäldern wächst. Über dem Gardasee bildet sie ausgedehnte Waldbestände in Mischung mit der Flaumeiche.

Die Hopfenbuchen bilden ein extrem hartes Holz, das für die Produktion im Werkzeugbau, wie für Hobel oder Hammerschäfte von Bedeutung ist.

Durch Corona konnte der Baum letztes Jahr nicht an die Stadt übergeben werden.


Torffrei gärtnern - ein Beitrag zum Klimaschutz

Gerade in Pandemiezeiten sehen die Hobbygärtner der neuen Saison besonders erwartungsvoll entgegen. Duftende Blumenvielfalt, gesundes Gemüse – wer denkt schon, dass Hobbygärtnern üble Folgen für die Natur haben könnte?

Torffrei gärtnern? Viele Hobbygärtner wissen nicht einmal, was sich hinter der harmlosen Bezeichnung „Erde“ verbirgt: Die meisten Produkte bestehen überwiegend aus Torf – dem Stoff, aus dem die Moore sind. Tatsächlich landen von den in Deutschland jährlich verbrauchten rd. 10 Millionen Kubikmeter Torf rund zweieinhalb Millionen in den Blumentöpfen und -beeten von Freizeitgärtnern – Moorzerstörung pur!

Weil aber in Deutschland und Bayern der Torfabbau weitgehend eingestellt worden ist, werden nun verstärkt Moore in anderen Ländern geplündert. So stammt ein großer Teil der in Deutschland verwendeten Torfe aus den baltischen und russischen Hochmooren.

Durch den Torfabbau verlieren seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen, die im Moor vorkommen, ihren Lebensraum. Gleichzeitig bringen wir uns mit jedem kaputten Moor nicht nur um einen wichtigen Kohlenstoffspeicher, die Entwässerung führt sogar noch zur massiven Freisetzung von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid – und eine Renaturierung von abgetorften Mooren ist nur sehr bedingt möglich.

Dabei ist die Lösung so einfach: mittlerweile gibt es in vielen hiesigen Gartencentern Blumenerde ohne Torf von einer Reihe von Firmen, die den Umwelt- und Moorschutz ernst nehmen. Torffreie Gartenerden werden auf Basis von Kompost (Rinden-/Grünschnittkompost), Rindenhumus und Holzfasern (zum Beispiel aus Nadelhölzern oder Kokos) hergestellt, sodass keine Moorböden dafür zerstört werden müssen. Außerdem beinhalten sie je nach Hersteller Nebenprodukte wie Tonminerale und Lavagranulate (optimale Wasser- und Nährstoffspeicherung sowie bedarfsgerechte Freisetzung), Xylit (für den idealen pH-Wert) oder Phytoperis (Naturdünger). Daher ist die erforderliche Qualität und Funktion dieser Erden für den Hobbygärtner gewährleistet. Doch Obacht: beim Einkauf von torffreier Erde genau hinsehen, ob es sich tatsächlich um Produkte ohne Torf handelt. Es gibt auch „torfreduzierte“ beziehungsweise „torfarme“ Erden, die nicht zu empfehlen sind, auch wenn es sich dabei um so genannte Bio-Erde handelt. Übrigens - eine empfehlenswerte Alternative zu Torf ist immer noch der gute alte Kompost!

Auch sollte darauf geachtet werden, dass der Hersteller möglichst heimische Rohstoffe, d. h. keine Kokosfasern verwendet.



Vorstand seit Ende 2019

Am 02. Dezember 2019 wurde bei der Jahresmitgliederversammlung der Ortsgruppe Germering ein neuer Vorstand gewählt. Als neue Vorsitzende tritt Annette Kotzur die Nachfolge von Jürgen Knöckelmann an, Claudia Müller übernimmt die Stellvertretung. Um die finanziellen Angelegenheiten kümmert sich weiterhin Franz Herold und erstmals in der Gesichte der Ortsgruppe Germering wurde der Posten des Schriftführers besetzt. Dieser Aufgabe wird sich künftig Jürgen Knöckelmann annehmen. Verstärkt und unterstützt wird der Vorstand von den Beisitzer*innen Hildegard Schröpel, Raimund Ziereis sowie Stephanie Pockrandt-Gauderer.

 


Demos

Die Ortsgruppe beteiligt sich auch an Demos wie hier am weltweiten Klimastreik am 20.09.2019.


Aktuelle Information zum Raumordnungsverfahren Kiesabbau Dickwiese

Im Juni 2019 hat die Regierung v. Oberbayern ein Raumordnungsverfahren* zum geplanten Kiesabbau der Fa. Glück - Kies, Sand und Hartsplitt GmbH, Planegg im Bereich Dickwiese bekannt gemacht. Das geplante Abbaugebiet befindet sich unmittelbar an der südöstlichen Gemarkungsgrenze der Stadt Germering auf Kraillinger Flur. Es erstreckt sich von der Staatsstraße Germering - Planegg Richtung Nordost bis an die A 96(s. Plan). Wertvoller Bann- und Erholungswald sowie Teile des Landschaftsschutzgebiets würden vernichtet werden. Tangiert sind mehrere Kommunen in drei Landkreisen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung hat daher die Kreisgruppe München federführend die nachstehende Stellungnahme gegenüber der Regierung v. Oberbayern abgegeben. Unsere Ortsgruppe hat, ebenso wie die anderen Ortsgruppen, ihren Beitrag hierzu geleistet. Dieser wurde von uns außerdem gesondert an die Stadt und den Stadtrat Germering gerichtet mit der dringenden Bitte, sich gegen den geplanten Kiesbbau auszusprechen. Der Stadtratsbeschluss ist dann erfreulicherweise in diesem Sinne gefasst worden. Ebenso haben sich die Gemeinderäte von Gräfelfing und Krailling dagegen ausgesprochen.

Die Stellungnahme des Münchner BN in die auch unsere Punkte eingeflossen sind können Sie hier abrufen.

*Raumordnungsverfahren prüfen solche Vorhaben, die über die Standortgemeinde hinaus und damit überörtlich von Bedeutung sind, im Vorfeld späterer Genehmigungsverfahren auf ihre Raumverträglichkeit. Dazu werden die unterschiedlichen fachlichen Interessen abgewogen und insbesondere nach dem Maßstab des Landesentwicklungsprogramms und des jeweiligen Regionalplans bewertet.

Neueste Entwicklung:
Nach einem Schreiben der Regierung von Oberbayern vom Dezember 2019 wird das Verfahren eingestellt, da der Vorhabensträger die Planungen in dieser Form nicht weiter verfolgt.

 


Natur- und Landschaftsschutz in und um Germering

  • Flora und Faune schützen u.a. durch Beobachtung und durch Mithilfe bei der Pflege von Germeringer Biotopen (Streuobstwiese, Lilienwiese, Magerrasenflächen, Heiderelikte im Kreuzlinger Forst, Harthauser Weiher).
  • Fördern einer naturnahen Grüngestaltung und Pflege im Stadtbild von Germering durch Beratung.


Klimaschutz

  • Wir informieren und beraten, um unserer lebensnotwendigen Ressourcen von Boden, Luft und Wasser in Germering zukunftsfähig zu erhalten.

  • Wir erarbeiten Vorschläge für ein nachhaltiges und umweltverträgliches Energie-und Mobilitätskonzept in Germering.

 


Umweltbewusstsein und -bildung

  • Wir informieren durch Vorträge, Beratung, Infostände und Pressemitteilungen.

  • Exkursionen, Wanderungen und Radtouren

Unsere NATURKINDERGRUPPE:


Seit September 2017 trifft sich unsere Kindergruppe "Natur-Kinder" (6 - 10 Jahre) einmal monatlich unter der Leitung unserer Naturpädagogin Madlen Roithmaier am Parsberg.

Die Treffen finden Samstag Vormittag von 9:30 bis 12:30 Uhr statt. Nach den Sommerferien geht es wieder los.

Die Termine werden Ende August eingestellt!

Kontakt:

Madlen Roithmaier, Tel. 089/80908916, madlen.roithmaier@gmail.com

 

Auch am Sommerferienprogramm der Stadt Germering beteiligen wir uns.