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ORTSGRUPPE OLCHING

Vorsitz

1. Vorsitzende:
Nicole Bottesch
E-Mail: olching@bund-naturschutz.de

Stellvertretung:
Peter Knoll
Telefon: 01578 7482335 (beste Erreichbarkeit: Montag, Mittwoch und Freitag von 6:30 bis 7:30 Uhr und abends von 19:30 bis 20:30 Uhr)
E-Mail: pknoll@4edition.com

 

Neuwahl des Ortsvorstands: Bäume im Blick

Arten- und Umweltschutz mit konkreten Maßnahmen praktizieren, weniger kritisieren, mehr machen — das hat sich der neugewählte Ortsvorstand der Ortsgruppe Olching des Bund Naturschutz vorgenommen. 

In der Jahresmitgliederversammlung wählten die Mitglieder die Diplom-Biologin Nicole Bottesch zur 1. Vorsitzenden. Neuer Stellvertreter ist Peter Knoll. 

Nicole Bottesch ist Projektmanagerin im Projekt „Aktionsbündnis Streuobst“ des Bund Naturschutz in Bayern. Der Journalist und Politikberater Knoll ist der Projekt- und Redaktionsleiter von Baumpflegeportal.de. Beide haben gemeinsam die Weiterbildung zur/zum „Zertifizierten Obstbaumwart(in)“ absolviert. Daher ist es naheliegend, dass der neue Vorstand in seinem ersten Amtsjahr die Biotoppflege und insbesondere die Pflege von Streuobstwiesen zum Arbeitsschwerpunkt gewählt hat. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Erhaltung des alten Baumbestands in Olching sein.

Der übrige Vorstand war schon bisher im Amt. Die Mitglieder wählten Janet Thiele erneut zur Schatzmeisterin, Viktoria Leno bleibt Schriftführerin und Anton Posch Beisitzer. Die Amtsdauer beträgt vier Jahre. Die langjährige Vorsitzende Eugenie Scherb und ihre Stellvertreterin Ingrid Jaschke traten auf eigenen Wunsch nicht zur Wiederwahl an, um einen Generationswechsel einzuleiten. Beide stehen dem neugewählten Vorstand weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

Nach der Wahl bedankte sich Nicole Bottesch ganz herzlich bei Eugenie Scherb und bei Ingrid Jaschke: „Sie haben in schwierigen Zeiten ausgezeichnete Arbeit geleistet und sich mit vollem Engagement für die BN-Ortgruppe Olching eingesetzt — und dafür sind wir unendlich dankbar!“


Termine

Nächste Termine BN Olching

DatumZeitOrtThemenReferent(in)enAnmeldung?
Mittwoch, 28.10.2619 bis 20 UhrKOM, Grundmannzimmer, Hauptstr. 68, Olching
  • Jahresplanung 2027: Was packen wir wann an?
  • Neue Entwicklungen im Umweltschutz mit Bezug auf Olching
Nicole Bottesch, Peter KnollNicht erforderlich, alle Interessierte willkommen

Mittwoch, 28.11.26

 

19 bis 21 UhrKOM, Grundmannzimmer, Hauptstr. 68, Olching
  • Vortrag: Neuen Gefahren für Wild- und Honigbienen begegnen
  • Praxis: Kerzen selbst falten (unter Anleitung)
Adelheid Maria Klein, ImkermeisterinBitte bei Peter Knoll anmelden bis 20.11.26 (Kontakt siehe oben).

Jahresprogramm BN Olching


Projekte - Aktionen - Infos

BN Schnittkurs - Obstbäume schneiden aber richtig

Unter der fachkundigen Anleitung der zertifizierten Obstbaumwarte Nicole Bottesch, Anna Mayer und Peter Knoll pflegten Bund Naturschutz-Mitglieder der Ortsgruppe Olching und Interessierte Obstbäume am Amperweg in Olching/Neu-Esting. 

Dabei handelte es sich um lange vernachlässigte, überwiegend ca. 40- bis 50-jährige Bäume auf einem Privatgrundstück.

Nach der Gefährdungsbeurteilung gab es eine kurze Einweisung in die wichtigsten Grundzüge des Obstbaumschnitts: Die Teilnehmenden erfuhren, worauf es bei der Wahl der Scheren und Sägen im Obstbaumschnitt ankommt und welche Leitern von der Berufsgenossenschaft zugelassen sind. Es folgte die „Baumansprache“, bei der Standort, Vitalität, Stabilität und Nutzbarkeit zu berücksichtigen sind und die wiederum direkte Folgen für den richtigen Schnitt und den Umfang der Maßnahmen haben. 

Der Schnitt sollte z. B. mit der richtigen Seite der Schere auf Astring erfolgen und möglichst große oberseitige Wunden vermeiden.
Bei den Schnitten konzentrierten sich die 15 Teilnehmenden, darunter drei Familien mit Kindern, vor allem auf die Schnitte, die die Stabilität der Bäume sicherstellen sollten. Das war bitter nötig, da vor einigen Jahren ein Pächter auf einer Seite alle Äste einer Obstbaumreihe ab ca. einem Meter Entfernung vom Stamm abgesäbelt hatte.

Nach getaner Arbeit beschloss ein angeregter Erfahrungsaustausch bei Kaffee und Kuchen die lehrreiche Veranstaltung. Im Anschluss regten mehrere Teilnehmende eine Wiederholung dieses Angebots im kommenden Jahr an. 

Peter Knoll

 

Obstbäume veredeln in Theorie und Praxis

Olching – Wie lassen sich seltene alte Obstsorten erhalten? Warum ist das Veredeln von Obstbäumen überhaupt nötig? Was ist dabei zu beachten? Antworten auf diese Fragen lieferte der Veredelungskurs des Bund Naturschutz Olching. Nach kurzer Einführung durch Obstbaumwart Peter Knoll veredelten die Teilnehmenden Apfel- und Birnen-Unterlagen für den Hausgarten und/oder die Streuobstwiese. 

Ein veredelter Obstbaum besteht regelmäßig aus einer Unterlage (der Teil mit der Wurzel) und einem „Edelreis“, dem oberen Bereich, an dem später die Früchte hängen. Beide Teile sind miteinander zu verbinden, dafür gibt es unterschiedliche Methoden. Entscheidend bei allen Methoden ist, dass die jeweilige Wachstumsschicht, das Kambium, miteinander direkt verbunden wird. Zur Wahl standen als Edelreiser bekannte Standardsorten wie Kaiser Wilhelm oder die seltene Lokalsorte Zuccalmaglio. 

„Die Veredelung ist nötig, um sortenreine Obstbäume zu erhalten, die optimal angepasst auf die jeweiligen Umweltbedingungen sind. Es macht einen Riesen-Unterschied, ob der Baum auf einem sandig-trockenen oder einem schweren, lehmigen Boden gedeihen soll“, sagt Peter Knoll. Die Unterlage sei zudem entscheidend für die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, die Wüchsigkeit, die Frosthärte und viele weitere Faktoren. „Für den Hausgarten bieten sich eher schwach wachsende Unterlagen an, für die Streuobstwiese in erster Linie Sämlingsunterlagen.“

Nicole Bottesch


Kopfweiden schneiden am Amperkanal

Am Valentinstag griff der Bund Naturschutz, Ortsgruppe Olching, eine alte Tradition wieder auf: Rückschnitt der Kopfweiden am Amperkanal. 15 Helferinnen und Helfer, darunter mehrere Familien mit kleinen Kindern, packten tatkräftig an. Diese hatten sichtlich Spaß an der gemeinsamen Arbeit. Das Material stellt die BN Ortsgruppe örtlichen Kindergärten und Schulen sowie dem Jugendzentrum für das Basteln mit natürlichem Material kostenlos zur Verfügung.

Kopfweiden sind regelmäßig im Winter zurückzuschneiden — idealerweise gegen Ende des Winters vor dem Neuaustrieb. Diese Maßnahme verhindert, dass die Äste unter ihrem eigenen Gewicht abbrechen. Die dadurch entstehenden Wunden können den Stamm schwer schädigen. Der regelmäßige Rückschnitt fördert das Wachstum neuer Ruten, erhält die charakteristische Kopfform und schafft wertvolle Lebensräume für Vögel und Insekten. Nach neueren Untersuchungen lassen sich weit über 100 verschiedene Arten in Kopfweiden nachweisen. (pk)