ORTSGRUPPE ALTHEGNENBERG

Vorsitz

Karl Schleich
Sandbrunnenstraße 4
82278 Hörbach

Telefon: 08202/ 89 78

 

Stellvertretung:
Wolfgang Friedl, Telefon: 08202/ 21 50



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Mähroboter verhindern Artenvielfalt

Mit dem bevorstehenden Frühjahr beginnt auch wieder die Pflege der heimischen Gärten.
Die Vorstellungen davon, wie man sein kleines Paradies  gestaltet und pflegt erstrecken sich von Wildwuchs über naturnahe Gärten bis hin zu durchgestylten, parkähnlichen Anlagen. Gerade für Letztere bieten die Baumärkte und Gartencenter eine Vielzahl von Gerätschaften an, die jedoch für unzählige Gartenbewohner ein enormes Verletzungsrisiko bzw. eine tötliche Gefahr darstellen. Der klassische Rasenmäher birgt dabei noch die geringste Gefahr, da er immer in „Begleitung“ eines Menschen betrieben wird und ausreichend warnende Laute von sich gibt. Ganz anders sieht es bei Rasentrimmern, Freischneidern und Mährobotern aus. Die Trimmer und Freischneidern kommen mit ihren rotierenden Schneidwerkzeugen an Stellen, die der große Rasenmäher nicht erreichen kann. Dadurch werden Rückzugsbereiche unter Büschen und Hecken plötzlich zu lebensgefährlichen Fallen für die Tiere, die am Boden leben. Die größte Gefahr geht jedoch von den ach so trendigen Mährobotern aus, da diese nahezu geräuschlos und oft rund um die Uhr unterwegs sind. Aber durch die automatisierte tägliche Pflege eines scheinbar perfekten Rasens haben Blühpflanzen, Insekten, Amphibien, Spinnentiere und auch kleine Säugetiere, Allen voran junge Igel, keine Chance in unseren Gärten mehr. Rasenmähroboter machen das Leben vielleicht kurzzeitig bequemer, doch die Artenvielfalt hat in „Robotergärten“ keine Chance mehr.

Im Rahmen des Blühpaktes Bayern bereitet daher das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz derzeit eine umfangreiche Informationsschrift zur naturnahen Gestaltung von Gärten und Freiflächen vor. In diesem Rahmen wird auf die Gefahren für Wildtiere beim Umgang mit Mährobotern und anderen motorbetriebenen Gartengeräten hingewiesen. Sie enthält auch Tipps und Anregungen, was jeder einzelne von uns tun kann, um die Artenvielfalt im privaten Umfeld zu schützen.

Als wirkungsvolle Sofortmaßnahme für den Schutz unserer Gartenbewohner empfiehlt der Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), der Pro Igel e.V. und andere Organisationen Mähroboter nicht in der Dämmerung und nicht nachts, sondern –gemäß Bedienungsanleitung-  nur unter Aufsicht laufen zu lassen.

Denn Amphibien und Säugetiere sind über die Naturschutzgesetze geschützt. So ist es nach § 39 Abs. 1 Nr. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) verboten, wild lebende Tiere ohne vernünftigen Grund zu verletzen oder zu töten. § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG verbietet es, besonders oder streng geschützte Tierarten zu verletzen oder zu töten.

Da die Maschinen diese Rechtsgrundlage nicht kennen, ist es die Pflicht der Besitzer, die Geräte so zu betreiben, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Deshalb nochmals die Bitte: Gönnen sie ihrem Mähroboter eine erholsame Nachtruhe an seiner Ladestation und freuen sie sich über die durchaus nützlichen Bewohner in ihrem Garten.

Karl Schleich

 


Unser Jahresausflug 2019 an den Staffelsee

Am Sonntag, den 18. August traf sich frühmorgens um viertel nach Sieben eine 11-köpfige Gruppe am Bahnhof Althegnenberg, um mit dem Zug nach Murnau zu fahren. Vom Murnauer Bahnhof ging es dann nach Achele, dem kleinen Uferabschnitt des  Staffelsees der zu Murnau gehört. Von dort aus führte der Weg zunächst im Schatten der Bäume entlang dem Südufer des Sees, ehe zur Mittagszeit das sonnige Moos am Westufer erreicht wurde. Hier gab es bei einer kurzen Rast ein paar Erläuterungen zur Geologie der Murnauer Mulde und der daraus resultierenden Landschaftsform. Nachdem auch noch ausdiskutiert worden war, ob der Biergarten in Uffing direkt oder über den längeren Uferweg angesteuert  werden soll, folgten wir doch den Uferweg. Hier ging es vorbei an frisch gemachtem Heu und zahlreichen Badegästen der ersehnten Einkehr entgegen. Gut erholt und gestärkt ging es mit dem Schiff, der MS Seehausen zurück nach Achele, wo bis zur Rückfahrt noch ausreichend Zeit für ein erfrischendes Bad im Staffelsee war. Um 19:30 kamen wir wohlbehalten nach einem herrlichen, hochsommerlichen Wander-, Bade- und Urlaubstag wieder in Althegnenberg an.


Bienenaktionstag und BN-Sommerfest

Das diesjährige Sommerfest hat die Bund-Naturschutz-Orstgruppe Althegnenberg-Hörbach mit einem "Bienenaktionstag" für die Öffentlichkeit verbunden. Gemeinsam mit dem Familienstützpunkt der VG Mammendorf hatte sie in den Garten des alten Schulhauses in Hörbach eingeladen. Die vielseitige Veranstaltung war ganz dem Thema Bienen gewidmet. An einem heißen Junisamstag kamen über 100 Besucher um sich über Honig- und Wildbienen zu informieren. In dem wunderschönen Gartem mit Spielplatz gab es Einiges zu erfahren und zu entdecken.

Mit Kindern wurden Wildbienenhotels gebastelt. Es gab Informationen zu hochwertigen Wildblumensamen. In selbstbemalten Blumentöpfen säten Kinder Ringelblumen für die Bienen an. Außerdem gab es eine umfangreiche Ausstelllung sowie ein Quiz über das Leben der Bienen und vieles mehr.

Der Hobby-Imker Eduard Birzele erklärte an einem Schaukasten mit lebenden Bienen die Imkerei, dazu gab es Butterbrote mit frisch geschleudertem Honig. Bei Klaus Kinader konnte man beim Schleudern von Honig zuschauen und auch ein bisschen vom Honig naschen. Toni Drexler referierte über die Geschichte der Imkerei und deren Bedeutung in früherer Zeit. Es gab Kaffee und Kuchen und abends Crèpes. Das gelungene Fest klang spätabends mit Glühwürmchen-Beleuchtung aus.


Informationen zum 5G-Ausbau

Am 19. März 2019 hat die Bundesnetzagentur mit der Versteigerung der Frequenzen in den Bereichen2 GHz und3,4 GHz bis 3,7 GHz = Fre­quen­zen für den nächsten Mobilfunk-standard 5G begonnen. De Auktion, an der 4 große Mobilfunkanbieter teilnahmen, wurde Ende Juni 2019 beendet.

Von Seiten der Bundesnetzagentur und den Mobilfunkbetreibern wird diese neuerliche Frequenzerhöhung und Leistungssteigerung als unbedingt notwendig für den technischen Fortschritt dargestellt. Seit Umstellung vom exklusiven, analogen C-Netztelefon im Auto auf die digitale Mobilfunktechnologie zu Beginn der 90er Jahre musste ca. alle 5 Jahre eine Erhöhung der Funkkapazität erfolgen, um die neu geschaffenen Möglichkeiten des Datenaustauschs für die Gesamtbevölkerung zu ermöglichen. Jetzt steht mit 5G der Nachfolger von LTE (entspricht 4G) in den Startlöchern, doch über die gesundheitlichen Risiken der ständig steigenden Strahlenbelastung durch die funkbasierten Anwendungen wird geschwiegen. Mittlerweile gibt es jedoch zahlreiche Studien und wissenschaftlich belegte Untersuchungsergebnisse, die über die daraus resultierenden gesundheitlichen Risiken Aufschluss geben. Allen, die sich auch über die Kehrseite dieser Medaille des technischen Fortschritts informieren möchten, wollen wir hier einige interessante Links benennen:

https://www.diagnose-funk.org/,

https://ul-we.de/ und

https://www.bund-naturschutz.de/mobilfunk.html.