POTENZIELLE NATÜRLICHE VEGETATION (PNV)

Was ist die Potenziell Natürliche Vegetation?

Die Potenzielle natürliche Vegetation (PNV) ist von dem Pflanzensoziologen Reinhold Tüxen entwickelt worden und beschreibt einen hypothetischen Zustand der Vegetation. Diese prognostizierte Vegetation würde sich in einem bestimmten Gebiet mit den derzeitigen Unweltbedingungen dann einstellen, wenn der menschliche Einfluss ausbleiben würde und sich die Vegetation langfristig entwickeln könnte. 

Dieses Modell hilft innerhalb der Naturschutzarbeit beispielsweise Rückschlüsse auf den Grad der menschlichen Einflussnahme von derzeitigen Vegetationseinheiten zu ziehen, im Wald die standortheimischen von den standortfremden Bestockungen zu trennen und bei anfallenden Biotopentwicklungen die Maßnahmen sinnvoll daran anpassen zu können.

Die Datengrundlage der Karte basiert auf den vom Landesamt für Umweltschutz zur Verfügung gestellten Shape-Dateien und dazugehörigen Legenden als PDF-Dokumente, die auf der Website herunter geladen werden können.

Die PNV für den Landkreis Fürstenfeldbruck

Die PNV für den Lks. Fürstenfeldbruck
Die PNV für den Lks. Fürstenfeldbruck
Kartenlegende zur PNV
Kartenlegende

Bliebe der menschliche Einfluss aus, würde die gesamte Landkreisfläche langfristig mit Wäldern bewachsen sein. Eine kleinflächige Ausnahme stellt das Hochmoor „Wildmoos“ dar (eigentlich auch das Haspelmoor!), da hier teilweise waldfreie Moore neben den Moorwäldern vorkommen könnten. Der überwiegende Teil der bewaldeten Flächen wären mit Buchenwäldern auf kalkreichen Standorten bestockt. Auf den Jungmoränen wäre die Ausprägung von Tannen-Buchenwäldern vorherrschend. Besonders auf den relativ jungen oder auch grundwasserbeeinflussten Böden würden auch Buchenwälder stark basenreicher bis kalkhaltiger Standorte vorkommen. Buchenwälder basenarmer Standorte wären vorwiegend im Terziärhügelland auf stark verwitterten Böden, in stark exponierten oder grundwasserbeeinflussten Böden zu finden. Weite Teile der Schotterebene und die Auebereiche der Amper, Maisach und Glonn wären mit Stieleichen- und Eschen-Hainbuchen-Wäldern bestockt. Im Graßlfinger Moos würde sich ein Edelholzreicher Feucht- und Sumpfwald bzw. Auwald einstellen. Das Ampermoos wäre mit einem Karpatenbirken- und Schwarzerlen-Bruchwald einwachsen.

Wenn Sie noch mehr wissen möchten, dann sehen Sie sich
hier die Erläuterung der Kartenlegende an.

Petra Kotschi (01/2012)