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ERLÄUTERUNG DER KARTENLEGENDE

C. Waldfreie Moore und Moorwälder

C 1c Waldfreie Hochmoor-Vegetation im Komplex mit Torfmoos- und Walzenseggen-Schwarzerlen-Bruchwald; örtlich mit Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald

Verbreitung: Verbreitungsschwerpunkt im Alpenvorland Baden-Württrmbergs; von hier aus mit zwei Vorkommen ins bayerische Bodenseegebiet sowie in das westliche Oberbayern ausstrahlend.

Kennzeichnung: Der Vegetationskomplex beinhaltet neben waldfreier Hochmoor-Vegetation auch Waldgesellschaften basenreicher, z.T. auch kalkreicher Nass-Standorte.

Zusammensetzung: Komplex aus waldfreier Hochmoor-Vegetation und Torfmoos- sowie Walzenseggen-Schwarzerlen-Bruchwald; vereinzelt und kleinflächig auch Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald. Im bayerischen Bodenseegebiet mit Schilfröhrichten und Schneidseggenrieden (v.a. im Kontakt zum Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald).

Standorte: Überwiegend Hochmoor- und basenreicher, z.T. auch kalkreicher Niedermoortorf und Anmoorgleye in landschaftlichen Hohlformen in glazial überprägten Landschaften.

D. Karpatenbirken- und Schwarzerlen-Bruchwälder

D 4a Walzenseggen-Schwarzerlen-Bruchwald im Komplex mit Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald

Verbreitung: Schwerpunkt im Donaugebiet und Alpenvorland; punktuell im Mittelfränkischen Becken

Kennzeichnung: Fast ausschließlich durch Verlandung stehender Gewässer (Gletscherseen und Toteislöcher, Altgewässer in Auen) entstandene Vermoorungen mit mesotrophen Nie-dermoorstandorten.

Zusammensetzung: Komplex aus geschlossenem Walzenseggen-Schwarzerlen-Bruchwald (vorherrschend) in Kontakt zu offenen, unreifen Beständen (offenes Niedermoor, Weidengebüsche), vielfach im Wechsel Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald der überwiegend mineralischen Nassstandorte.

Standorte: Dauernasse Vermoorungen mit überwiegend organischen Nassböden; ein gewisser Anteil an mineralischen Nassstandorten sowie weniger nassen Feuchtstandorten ist maßstäblich stets enthalten.

E. Edellaubholzreiche Feucht- und Sumpfwälder sowie Auenwälder

E 2a Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald im Komplex mit Waldziest-Eschen-Hainbuchenwald; örtlich mit Walzenseggen-Schwarzerlen-Bruchwald

Verbreitung: Schwerpunkt in Flussniederungen; insbesondere Donaugebiet mit submontanem Alpenvorland.

Kennzeichnung: Vegetationskomplex submontaner, basenreicher Feucht- bis Nassstandorte.

Zusammensetzung: Führender Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald mit zahlreichen Übergängen zum Waldziest-Eschen-Hainbuchenwald; daneben immer wieder Nassstandorte mit Walzenseggen-Erlen- Bruchwald.

Standorte: Wechsel von mineralisch geprägten, stark grundwasserbeeinflussten und oft wasserzügige Nassstandorten mit Bereichen tendentiell eher temporären Grundwassereinflusses. Vorherrschend sind Gleyböden unterschiedlicher Ausprägungen (Nassgley, Anmoorgley, Moorgley; örtlich Niedermoor) auf der einen Seite sowie andererseits Pseudogley bis Pseudogley-Braunerden. In den Nassen Bereichen steht das Grundwasser ganz-jährig hoch an und tritt zeitweise auch über Geländeoberfläche.

F. Stieleichen- und Eschen-Hainbuchenwälder

F 2b Zittergrasseggen-Stieleichen-Hainbuchenwald mit bachbegleitendem Hainmieren-Schwarzerlen-Auenwald

Verbreitung: Feuchte Talräume entlang größerer Bachläufe von der kollinen bis in die submontane Stufe.

Kennzeichnung: Stieleichenreicher Hainbuchen-Mischwald der (mäßig) bodensauren Feuchtstandorte mit Anteilen an Hainmieren-Schwarzerlen-Auenwald. Floristisch und standörtlich besteht eine Übergangssituation zwischen den Waldziest-Eschen-Hainbuchenwäldern (F 3) und den Pfeifengras-(Buchen-)Stieleichenwäldern (H 3).

Zusammensetzung: Mischwald mit Stieleiche, Hainbuche und Winterlinde; Esche stark zurücktretend bis fehlend. Entlang von Bachläufen der Hainmieren-Schwarzerlenwald. Über die natürliche Struktur des Waldtyps ist wenig bekannt, weil aktuelle Bestände stark nutzungsgeprägt sind und oft mittelwaldartigen Charakter aufweisen. In der Krautschicht treten anspruchsvolle Kräuter zurück; immer enthalten sind Herden von Zittergrassegge (Carex brizoides), Rasenschmiele (Deschampsia cespitosa), oder im Übergang zu den bodensauren Eichenwäldern auch Pfeifengras (Molinia coerulea agg.) auf. In Situationen der Mittelgebirge ist gewöhnlich auch ein gewisser Anteil an buchenfähigen Standorten gegeben.

Standorte: Wechselfeuchte bis feuchte (gelegentlich auch nasse) Gleyböden der Bachauen mit regelmäßiger Überschwemmung. Die Nährstoffversorgung ist mittel bis ausreichend, die Basenversorgung ist nur mäßig auf Grund der Gesteine in der Umgebung und im Einzugsbereich.

 F 2c Zittergrasseggen-Stieleichen-Hainbuchenwald im Komplex mit Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald

Verbreitung: Feuchte Talräume von der kollinen bis in die submontane Stufe.

Kennzeichnung: Stieleichenreicher Hainbuchen-Mischwald der (mäßig) bodensauren Feuchtstandorte mit Anteilen an Sumpfwäldern.

Zusammensetzung: Mischwald mit Stieleiche, Hainbuche und Winterlinde; Esche und Schwarzerle nur in den Nassbereichen innerhalb des Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwaldes.

Standorte: Wechselfeuchte Pseudogley- bis feuchte Gleyböden mäßig basenreicher Standorte; häufig Wechsel zu sehr feuchten bis nassen, meist mineralisch geprägten Standorten mit besserer Nährstoff- und Basenversorgung.

F 3c Waldziest-Eschen-Hainbuchenwald; örtlich mit Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald oder Walzenseggen-Schwarzerlen-Bruchwald

Verbreitung: Landesweit in breiteren, durch hoch anstehendes Grundwasser gekennzeichneten Flusstälern der kollinen bis submontanen Stufe; Darstellungsschwerpunkt in Südbayern.

Kennzeichnung: Überwiegend Feuchtstandorte mit ausgeprägten Anteilen an nassen Feuchtestufen (Sumpf- und Bruchwälder). Fließgewässerbegleitende Vegetation ist wenig prägnant differenziert.

Zusammensetzung: Flächig vorherrschend ist der Waldziest-Eschen-Hainbuchenwald mit einem gewissen, nicht quantifizierbaren Anteil an Buchenwald der weniger feuchten Standorte (häufig Hexenkraut-Waldmeister- bzw. Eschen-Buchenwald). Kennzeichnender Komplexbestandteil ist der Traubenkirschen-Eschen-Sumpfwald, der in floristisch sehr ähnlicher Form auch fließgewässerbegleitend auftritt. Kleinflächige Vermoorungen (potentielle Standorte des Walzenseggen-Schwarzerlen-Bruchwaldes) treten immer wieder auf.

Standorte: Wechselfeuchte bis feuchte Gleyböden und verwandte Ausbildungen; häufig Wechsel zu sehr feuchten bis nassen, meist mineralisch geprägten Standorten; örtlich auch Vermoorungen. Nährstoff- und Basenversorgung sind, in Abhängigkeit von den Gesteinen im Einzugsbereich, ausreichend bis sehr gut.

La. Buchenwälder basenarmer Standorte

L 4c (Flattergras-)Hainsimsen-Buchenwald im Komplex mit Waldmeister-Buchenwald; örtlich mit Waldgersten-Buchenwald

Verbreitung: In der Doggersandsteinstufe am Trauf der Frankenalb.

Zusammensetzung: Siehe Komponenten (L3, L4a, M4a, N3).

Kennzeichnung: Mischkomplex aus vorherrschendem Hainsimsen-Buchenwald (vielfach in Flattergras-Ausbildung) im Übergang oder Wechsel zu Waldmeister-Buchenwald (meist Hainsimsen-Ausbildung); örtlich und kleinflächig Waldgersten-Buchenwald.

Standorte: Mäßig arme (entbaste) bis mäßig reiche Braunerden der Silikatgebiete ohne nennenswerten Grundwassereinfluss. Durch hangaufwärts benachbarte Bereiche mit Kalkgesteinen ergibt sich v.a. in Muldenlagen die charakteristische Beimengung des Kalkbuchenwaldes.

L 6a Zittergrasseggen-Hainsimsen-Buchenwald; örtlich im Komplex mit Zittergrasseggen-Stieleichen-Hainbuchenwald

Verbreitung: In Bereichen mit (zumindest oberflächlich) basenarmen, örtlich wasserstauenden Lehmdecken landesweit verbreitet mit Schwerpunkt in der submontanen Stufe.

Kennzeichnung: Vegetationskomplex der schwach bis örtlich deutlich grundwasserbeeinflussten Bereiche in Silikatgebieten.

Zusammensetzung: Vorherrschend Zittergrasseggen-Hainsimsen-Buchenwald (oft auch Milium-Ausbildung) oder Flattergras-Buchenwald; örtlich im Wechsel mit Zittergrasseggen-Stieleichen-Hainbuchenwald, seltener auch Pfeifengras-(Buchen-)Stieleichenwald.

Standorte: Basen- und nährstoffarme Böden der Silikatgebiete; Grundwassereinfluss schwach bis örtlich deutlich ausgeprägt, aber weitgehend ohne Nassstandorte (vgl. L 6b).

L 6b Zittergrasseggen-Hainsimsen-Buchenwald im Komplex mit Zittergrasseggen-Waldmeister-Buchenwald; örtlich Zittergrasseggen-Stieleichen-Hainbuchenwald

Verbreitung: In Gebieten mit mäßig basenarmen, örtlich wasserstauenden Lehmdecken landesweit verbreitet mit Schwerpunkt im Süden und Westen.

Kennzeichnung: Vegetationskomplex der schwach bis örtlich deutlich grundwasserbeeinflussten Bereiche in mäßig basenarmen Silikat- und Lösslehmgebieten.

Zusammensetzung: Mischkomplex aus Hainsimsen-Buchenwald (vorherrschend) und Waldmeister-Buchenwald (regelmäßig beigemischt) in überwiegend grundfrischen bis wechselfeuchten Ausbildungen (meist mit Zittergrassegge); bereichsweise im Wechsel mit Zittergrasseggen-Stieleichen-Hainbuchenwald sowie seltener mit Waldziest-Eschen-Hainbuchenwald.

Standorte: Mäßig basenarme bis örtlich basenreiche, überwiegend nährstoffhaltige bis -reiche Böden der Lehmgebiete; Grundwassereinfluss schwach bis örtlich deutlich ausgeprägt.

Ma. Buchenwälder basenreicher Standorte

M 3b Waldmeister-Buchenwald im Komplex mit Hainsimsen-Buchenwald

Verbreitung: Überall zerstreut außerhalb der Alpen; erkennbare Schwerpunkte in den Löss-gebieten; kolline bis submontane Stufe.

Kennzeichnung: Mischkomplex aus vorherrschendem Waldmeister-Buchenwald (vielfach in Hainsimsen-Ausbildung) im Übergang oder Wechsel zu Hainsimsen-Buchenwald (meist Flattergras-Ausbildung).

Zusammensetzung: Siehe Kennzeichnung.

Standorte: Mäßig basenreiche bis -arme Braunerden der Silikatgebiete ohne nennenswerten Grundwassereinfluss.

M 4b Waldmeister-Buchenwald im Wechsel mit Waldgersten-Buchenwald

Verbreitung: Hauptverbreitung in den Kalkgebieten; vom unterfränkischen Muschelkalk über die Frankenalb bis ins Alpenvorland.

Kennzeichnung: Buchenwaldkomplex auf Standorten mit unterschiedlichem Basen- und Kalkeinfluss.

Zusammensetzung: Artenreicher Mischkomplex aus vorherrschendem Waldmeister-Buchenwald und Waldgersten-Buchenwald (mit zahlreichen, unterschiedlich ausgeprägten Übergängen).

Standorte: Mäßig reiche bis sehr reiche (Kalk-)Braunerden der Kalkgebiete ohne nennenswerten Grundwassereinfluss.

M 6a Hexenkraut- oder Zittergrasseggen-Waldmeister-Buchenwald im Komplex mit Zitter-grasseggen-Hainsimsen-Buchenwald; örtlich mit Waldziest-Eschen-Hainbuchenwald oder vereinzelt Zittergrasseggen-Stieleichen-Hainbuchenwald

Verbreitung: Im Bereich der lehmigen Albüberdeckund sowie der Liaslehme und größerflächig im submontanen Altpleistozän des Alpenvorlandes.

Kennzeichnung: Buchenreicher Laubwaldkomplex auf (zumindest oberflächlich) basenreichen bis -armen, örtlich wasserstauenden Lehmdecken.

Zusammensetzung: Vorherrschend frische Ausbildungen des Typischen und Hainsimsen-Waldmeister-Buchenwaldes (oft mit Hexenkraut oder flächiger Zittergrassegge) im Komplex mit Zittergrasseggen-Hainsimsen-Buchenwald; auf wasserstauenden Lehmdecken im Wechsel mit Waldziest-Eschen-Hainbuchenwald, seltener auch Zittergrasseggen-Stieleichen-Hainbuchenwald.

Standorte: Böden geringer bis mittlerer Basen- und Nährstoffsättigung der Silikatgebiete; Grundwassereinfluss schwach bis örtlich deutlich ausgeprägt, aber weitgehend ohne Nassstandorte (vgl. M 6b).

Mb. Tannen-Buchenwälder basenreicher Standorte

M 6cT Waldmeister-Tannen-Buchenwald; z.T. mit Komplex mit Waldgersten-Tannen-Buchenwald; örtlich mit Rundblattlabkraut-Tannenwald, Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald oder Walzenseggen-Schwarzerlen-Bruchwald sowie punktuell waldfreie Hochmoor-Vegetation

Verbreitung: Alpenvorland (v.a. Jungmoräne).

Kennzeichnung: Tannenreicher Mischkomplex in Gebieten mit überwiegend mittlerer bis guter Basenversorgung aber auch mit regelmäßigen Anteilen an basenärmeren (bodensauren) Standorten; zusätzlich gebietstypisch relativ hoher Anteil an Feucht- und Nassstandorten.

Zusammensetzung: Waldmeister-Tannen-Buchenwald (führend); stellenweise im Übergang oder im Wechsel zu Waldgersten-Tannen-Buchenwald; örtlich auch Hainsimsen-Tannen-Buchenwald. Auf ausgeprägt wechselfeuchten bis feuchten Standorten kommt es örtlich zur Ausbildung des Labkraut-Tannenwaldes; in nassen Senken Schwarzerlen-Eschen-Sumpfwald bis hin zu einzelnen Vermoorungen (kleinflächige Hochmoore und Walzenseggen-Schwarzerlen-Bruchwald).

Standorte: Vorherrschend mittlere Standorte mittlerer bis guter Basenversorgung; in Geländemulden, Senken und Hängen regelmäßig mit Anteilen feuchter Standorte einschließlich örtlicher Vernässungen bis hin zu Hochmoortorf.

Na. Buchenwälder stark basenreicher bis kalkhaltiger Standorte

N 6a Waldgersten-Buchenwald mit Komplex mit Waldmeister-Buchenwald; örtlich Waldziest-Eschen-Hainbuchenwald

Verbreitung: Nordwestlicher Albtrauf und Alpenvorland

Kennzeichnung: Typische Abfolge von Buchenwäldern auf Standorten mit wechselndem Kalkeinfluss und Bodenfeuchte.

Zusammensetzung: Zumeist grundfrische Ausbildungen von Waldmeister- und Waldgersten-Buchenwald (im Alpenvorland gebietsweise in der Hainlattich-Rasse). Im Bereich von Verebnungen (die zur Staunässe neigen) Waldziest-Eschen-Hainbuchenwald. Am Rande zur Montanstufe (südl. Alpenvorland) kann die Hainbuche zurücktreten.

Standorte: Rendzina-Braunerden, kalkreiche Braunerden in bevorzugt ebener Lage; oft erschweren auch Lößschleier oder dünne Lößauflagen die basen- bzw. Kalkzufuhr im Oberboden. In Verebnungen und Senken (Tannenwald) nährstoff- und basenreiche sowie vernässende und schwere, tonige Böden: Pelosol, Pseudogley bis Gley

Nb. Tannen-Buchenwälder stark basenreicher bis kalkhaltiger Standorte

N 4aT Christophskraut-Waldgersten-Tannen-Buchenwald; örtlich mit Seggen-Buchenwald sowie punktuell Schwalbenwurz- oder Bergulmen-Sommerlinden-Blockwald

Verbreitung: Nur im Jungmoränengebiet um Starnberger See und Ammersee.

Kennzeichnung: Wärmegetönte Tannen-Buchenwälder mit Übergängen zu thermophilen Buchen- und Blockwald-Gesellschaften.

Zusammensetzung: Führender artenreicher Waldgersten-Tannen-Buchenwald in der Hainlattich-Rasse; in steileren Südlagen Seggen-Buchenwald (hier auch punktuell Elsbeerenvorkommen); in Bereichen mit labiler Schuttauflage auch Übergänge zum Schwalbenwurz-Sommerlinden-Blockwald (sonnig) oder Bergulmen-Sommerlinden-Blockwald (schattig).

Standorte: (Mäßig) frische bis frische, tiefergründige Rendzinen einerseits sowie trockene bis wechseltrockene, mäßig flach- bis flachgründige Rendzinen mit mittlerer Nährstoff- und sehr guter Basenversorgung.

N 6aT Waldgersten-Tannen-Buchenwald im Komplex mit Waldmeister-Tannen-Buchenwald; örtlich mit Rundblattlabkraut-Tannenwald

Verbreitung: praealpin; v.a. Jungmoräne

Kennzeichnung: Typische Abfolge von Tannen-Buchenwäldern (mit wechselndem Tannen-anteil) auf Standorten mit wechselndem Kalkeinfluss und Bodenfeuchte.

Zusammensetzung: Zumeist grundfrische Ausbildungen von Waldmeister- und Waldgersten-Tannen-Buchenwald. Im Bereich von auf Verebnungen (die zur Staunässe neigen) Rundblattlabkraut-Tannenwald bzw. breite Übergänge zum entsprechenden Tannen-Buchenwald. Am Rande zur Submontanstufe kann die Tanne zugunsten von Edellaubhölzern oder auch der Hainbuche zurücktreten.

Standorte: Rendzina-Braunerden, kalkreiche Braunerden in bevorzugt ebener Lage; oft erschweren auch Lößschleier oder dünne Lößauflagen die basen- bzw. Kalkzufuhr im Oberboden. In Verebnungen und Senken (Tannenwald) nährstoff- und basenreiche sowie vernässende und schwere, tonige Böden; Pelosol, Pseudogley