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Vorsorgender Bodenschutz auf der Streuobstwiese

Um die Artenvielfalt auf der Streuobstwiese am Germeringer See langfristig zu sichern, setzen wir auf vorsorgenden Bodenschutz. Der diesjährige Pflegeeinsatz zeigt, wie das gelingt.

Zu den jährlich wiederkehrenden Pflegemaßnahmen unserer Ortsgruppe gehört auch das Mähen der Streuobstwiese am Germeringer See. Um den empfindlichen Boden aus tiefgründigem Schlufflehm zu schonen, verwenden wir für die Biotoppflege in Germering seit zwei Jahren Balkenmäher und Bandrechen – Geräte, die den Boden deutlich weniger belasten.

Uns wurde jedoch bewusst, dass der schwere Lader, der das Mähgut abholt, den Boden bis in mehrere Dezimeter Tiefe verdichtet. Die Folgen solcher Verdichtungen sind gravierend:

  • Verlust an Grobporen und damit Sauerstoffmangel im Boden 
  • Störung der Wasserbewegungen in den Poren
  • erhöhtem Oberflächenabfluss mit Bodenerosion
  • Verlust der Elastizität bei Stressbedingungen wie Trockenheit oder Nässe

Verdichteter Boden erschwert den Wurzeln das Wachstum. Auch das Bodenleben leidet: Regenwürmer, Asseln und Tausendfüßer finden in verdichteten Böden schlechtere Lebensbedingungen vor.  

Um diese Schäden künftig zu vermeiden, haben heuer zehn engagierte Helfer das Mähgut per Hand auf Planen verladen und hangabwärts bis zum Parkplatz gezogen.

Mit diesem schonenden Verfahren schützen wir den Boden und erhalten die Streuobstwiese als wertvollen Lebensraum. Das gleiche Verfahren haben wir dann auch bei der Bergung des gemähten Schilfs vom See angewandt. 
 

Weitere Informationen zu unseren Aktivitäten und Projekten in Germering findest du auf unserer Übersichtsseite zum Naturschutz vor Ort.