Mias Wildbienentipps

Mia, die kleine Wildbiene aus unserem Wildbienen-Buch von Anke Simon, gibt Tipps für gute Nektar- und Pollenquellen

Schon im zeitigen Frühling sind die ersten Frühblüher wichtige Nektar- und Pollenquellen für kälteresistente Wildbienenarten.

 

 

 

Blaukissen

Das Blaukissen (Aubrieta deltoidea) stellt eine wichtige Nahrungsquelle für die Gemeine Sandbiene und Steinkraut-Sandbiene dar.

Blaukissen

Küchenschelle

An der Küchenschelle holen sich die Dunkelgrüne Gold-Schmalbiene und Zweifarbige Mauerbiene Pollen und Nektar

Küchenschelle

Lungenkraut

An diesem Lungenkraut auch „Brüderchen und Schwesterchen“ genannt, fliegen gerade männliche Pelzbienen unermüdlich Nektar saugend hin und her. Pulmonaria officinalis ist ein wichtiger Nektar- und Pollenspender für die Gemeine Pelzbiene, Zweifarbige Sandbiene, Zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene und die Lungenkraut-Mauerbiene

Lungenkraut

Traubenhyazinthe und Nieswurz

Im Vordergrund bieten Nieswurz Pollen und Nektar für die Zweifarbige Sandbiene und die Traubenhyazinthen für „Mia“ die Gehörnte Mauerbiene an.

 

Traubenhyazinthe und Nieswurz

Schlehdorn

Der Schlehdorn (Prunus spinosa) mit den ersten zarten Blüten liefert vielen Wildbienen Nahrung, so auch der Aschgrauen Sandbiene, Fuchsrote Sandbiene, Rotfransige Sandbiene, Weißbeinige Schmalbiene, Rostrote und Gehörnte Mauerbiene. Der Volksmund sagt: Isst man die ersten 3 Blüten im Jahr wird man das ganze Jahr nicht mehr krank. Schmecken allerdings sehr bitter.

Schlehdorn

Huflattich

Pollen und Nektar dieser Pflanze sind wichtig für die Kleine Sandbiene (Andrena minutula), Veränderliche Lockensandbiene (Andrena varians), Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum). Ist in vielen Hustentees enthalten. Lateinischer Name Tussilago heißt Huste vertreiben. Blätter wurde früher gesammelt, getrocknet, gerollt und wie eine Zigarre geraucht. Die Blätter kommen erst nach der Blüte und sehen aus wie Pferdehufe.

Huflattich

Weiße Taubnessel

Volkstümlich Bienensaug genannt. Die Blätter haben einen nussig-milden Geschmack und werden in Süßspeisen verwendet.  

Gemeine Pelzbiene (Anthophora plumipes), Stahlblaue Mauerbiene (Osmia caerulescens)

Weiße Taubnessel

Gefleckte Taubnessel

Gefleckte Taubnessel: Blätter sehen wie bei Brennnessel aus, sind aber „taub“ und haben keine Brennhaare. Kinder lieben es, den Nektartropfen aus den Blütenende zu saugen.

Schuppen-Pelzbiene (Anthophora pubescens), Gemeine Pelzbiene (Anthophora plumipes),

Gefleckte Taubnessel

Gründonnerstagskräuter: Knoblauchsrauke, Giersch und Bärlauch

Traditionell wird am Gründonnerstag eine Neunerleikräutersuppe gegessen. Sie kann regional aus verschiedenen Wildkräutern bestehen, deren Pollen und Nektar auch für folgende Wildbienen wichtig sind:

In meine Gründonnerstagssuppe, eine Kartoffelsuppe, kommen 9-erlei Kräuter Knoblauchsrauke, Bärlauch, Giersch, Bärenklau, Scharbockskraut, behaartes Schaumkraut, weiße Taubnessel, Wiesenkerbel, Sauerampfer.

Knoblauchsrauke für die Weißflaum-Sandbiene (Andrena nitida)
Giersch für die Gemeine Sandbiene (Andrena proxima)
Bärlauch für die Schlehen-Lockensandbiene (Andrena helvola)

 

Löwenzahn

Ungeliebt und doch so wichtig – der Löwenzahn!
Im deutschen Sprachraum hat er über 500 volkstümliche Namen, z.B. Kuhschiss (da die Kühe Durchfall nach zu viel Löwenzahnblätter bekommen) oder Bettpissa (da Löwenzahntee am Abend getrunken entwässernd wirkt…). Dr. Paul Westrich listet in seinem Buch „Die Wildbienen Deutschlands“ über 70 Wildbienenarten auf, die Löwenzahn als Pollenquelle nutzen. Ein gewichtiges Argument, die sonst so verhasste Pflanze an der Gartenmauer mehr zu tolerieren.
Wildbienen:
Pippau-Sandbiene (Andrena fulvago)
Gebänderte Furchenbiene (Halictus tumulorum)
Pförtner-Schmalbiene (Lasioglossum malachurum) und viele mehr!

Löwenzahn

Rosmarin

Der Rosmarin blüht gerade sooo schön und bietet Nahrung für die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta), Holz-Blattschneiderbiene (Megachile ligniseca),Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea)

Rosmarin

Berg-Steinkraut

Berg-Steinkraut (Alyssum montanum) ist sehr genügsam, braucht wenig Nährstoffe und Wasser. Sie werden im Frühling gerne von der Rotbeinigen Körbchen-Sandbiene (Andrena dorsata) und der Grünglanz-Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) besucht.

Berg-Steinkraut

Katzenminze

Katzenminze (Calamintha nepeta). Sie wirkt anziehend auf Katzen; sie reiben Kopf und Kinn daran und rollen sich um die Pflanze. Oft findet man die Garten-Wollbienen (Anthidium manicatum) beim Nektaraugen an den Blüten.

Katzenminze

Apfelblüte

Apfelblüten auf der Streuobstwiese am Ostanger in Emmering. Die Blüten ziehen die Rotfransige Sandbiene (Andrena haemorrhoa), Gebänderte Furchenbiene (Halictus tumulorum) und Smaragdgrüne Schmalbiene (Lasioglossum morio) an.

 

Apfelblüte

Weißdorn

Die Blüten des Weißdorns sind seit Jahrhunderten Bestandteil der traditionellen Medizin als herzstärkendes Mittel. Die roten Früchte kann man essen, sie schmecken allerdings mehlig-teigig und der große Kern macht die Herstellung von Marmelade zu einer Qual. Im Frühling zur Blütezeit finden sich vor allem Sandbienen an ihm ein, z.B. Gemeine Sandbiene (Andrena flavipes), Rotschopfige Erdbiene (Andrena haemorrhoa) und die Veränderliche Lockensandbiene (Andrena varians)

 

 

Weißdorn
Weißdorn

Wiesen-Salbei

Die Blüten des Wiesen-Salbeis können als essbare Dekoration in verschiedensten Speisen genutzt werden. Zahlreiche Wildbienenarten finden sich an den großen lila Blüten ein, z.B. Goldene Schneckenhaus-Mauerbiene (Osmia aurulenta), Vierfleck-Pelzbiene (Anthophora quadrimaculata), Pförtner-Schmalbiene (Lasioglossum malachurum)

Wiesen-Salbei
Wiesen-Salbei