ORTSGRUPPE FÜRSTENFELDBRUCK - EMMERING

Vorsitz

Friedrich Meyer-Stach
Zeppelinstr. 10
82256 Fürstenfeldbruck
Telefon:  08141/ 20668
E-mail: F.Meyer-Stach@t-online.de

1.Stellvertreterin:
Holde Tietze-Härtl

2. Stellvertreterin:
Angelika Singer


Termine

Ortsgruppentreffen

Unsere Umweltstammtische finden regelmäßig
im Restaurant Poseidon (Brunnenhof 2, FFB, Tel. 08141/42 857)
immer um 19:30 Uhr (in der Regel jeden 2. Mittwoch im Monat) statt.

Alle interessierten Bürger (auch Nichtmitglieder) sind herzlich eingeladen!

Unsere Termine für 2017 sind monatlich (außer im August)
jeweils am Mittwoch:

  • 08. Febr.
  • 08. März
  • 12. April
  • 10. Mai
  • 14. Juni,
  • 12. Juli
  • 13. Sept.
  • 11. Okt.
  • 08. Nov.
  • 13. Dez. 2017

Veranstaltungen

Wir haben Ihnen unsere Termine und Veranstaltungen für 2017
in einem PDF-Dokument zusammengestellt.

Herunterladen können Sie unsere Termine  hier . . .

Unsere BN-Radltour 2017 ins Ecknachtal und der Kissinger Heide findet am So, 2. Juli 2017 statt.
Hier können Sie das PDF-Dokument mit den detaillierten Angaben herunterladen.


Projekte - Aktionen - Infos


Bericht von der BN-Radltour 2017 ins Ecknachtal und Kissinger Heide

Eine kleine Gruppe von nur acht Leuten nahm bei heißem Sommerwetter an der interessanten Radltour teil. Von Aichach ging’s zuerst das Ecknachtal entlang, mit einem kurzen Stopp in Schloss Blumenthal. Frau Wessel, die Gebietsbetreuerin des Tales empfing uns hier und zeigte uns das Schloss, die solidarische Landwirtschaft und die idyllischen Weiher, wo zahlreiche Amphibien, Insekten und der Biber zu hause sind.

Durch das schöne Wiesental fuhren wir weiter zur Wallfahrtskirche Maria Birnbaum, die mit ihren vielen Kuppeln und Türmen eher russisch-orthdox anmutet. Sie ist ein Werk eines wohl außergewöhnlichen Barockbaumeisters. Verehrt wird die kleine geschnitzte Pieta, die die Zerstörung durch die Schweden überstanden hatte, und - von einem Hirten wiedergefunden – in die Astgabel eines Birnbaumes gestellt wurde. Ihr wurden Wunder nachgesagt. Um den Birnbaum mit Pieta wurde um 1680 die Kirche errichtet.

Im weiteren Verlauf des Tales besichtigten wir mehrere Renaturierungs- und Biotopflächen, wie Staudenwiesen mit einer Vielzahl von Schmetterlingen. Fast einzigartig ist hier der Ameisenbläuling, der seine Eier auf den Wiesenknopf legt. Der abgefallene Wiesenknopf wird von Ameisen in ihren Bau geschafft, wo die Raupen des Schmetterlings dank ausgeklügelter Chemie überleben, bis der im Frühling geschlüpfte Schmetterling den für ihn gefährlichen Ameisenbau verlässt.

Nach Picknick in der Wiese und einer schönen Einkehr im Biergarten oberhalb Adelzhausens fuhren wir am Nachmittag noch hinunter in die Kissinger Heide, wo uns Frau Herta Marke, BN Mammendorf, die Schätze dieses 35 ha großen Naturschutzgebietes zeigte. Die Heide war mit ihrer beeindruckend vielfältigen Magerwiesenpopulation mit Pyramiden-Spitzorchidee, Kreuz-Enzian, Sumpfgladiolie, klebrigem Lein, knolliger Spierstaude und Graslilie ein wahres Highlight und der krönende Abschluss unserer Radltour.

Thomas Brückner

Maria Birnbaum Ecknachtal, Foto: Th. Brückner
Picknick Ecknachtal, Foto: Th. Brückner
Knollige Spierstaude, Foto: H. Marke
Sumpfgladiole, Foto: H. Marke
Zierliche Sommerwurz, Foto: H. Marke
 


Zu „Amperwasser fließt ungehindert weiter“ und Kommentar „Emmering hat eine Chance vertan“, vom 7./ 8. November 2015:

Zu „Amperwasser fließt ungehindert weiter“ und Kommentar „Emmering hat eine Chance vertan“, vom 7./ 8. November 2015:

„In dem Artikel über das geplante Wasserkraftwerk an der Amper in Emmering und dem dazugehörigen Kommentar wird der Gemeinderat dafür gescholten, dass er dieses Projekt abgelehnt hat. Unserer Auffassung nach hätte er dafür eher gelobt werden müssen. Denn der Eingriff in ein Fließgewässer in so einer Dimension ist nicht gerechtfertigt durch die zu erwartende Energieausbeute, die unserer Ansicht nach in diesem Fall viel zu optimistisch dargestellt wird.

Es ist kein Geheimnis und in der regionalen Tagespresse nachzulesen, dass andernorts aufgrund der aktuell herrschenden Niedrigwasserstände solche Wasserschnecken nur halbjährlich betrieben werden können. Schon stimmt die ganze Kalkulation nicht mehr, der ökologische Schaden jedoch, der durch so ein Bauwerk im Fließgewässer entsteht, ist ein ganzjähriger. Fische und andere Kleinstlebewesen werden getötet oder teils schwer verletzt, die Fließgeschwindigkeit verlangsamt sich, das Wasser erwärmt sich und in den Stauhaltungen sammelt sich massenhaft Schlamm. Die Lebensgrundlage für unsere heimischen, kieslaichenden Fischarten geht verloren.

Nicht umsonst wurden die Flora-Fauna-Habitat-Gebiete definiert, und in ihnen ist eine Verschlechterung des ökologischen Zustandes verboten. Daran hat sich der Gemeinderat orientiert, und das war richtig. Die Gewässerverbauungen, die in der Vergangenheit auch im Landkreis Fürstenfeldbruck vorgenommen worden, werden heute allgemein als Sünden der Vergangenheit erkannt. Diese Sünden müssen mit Steuergeldern behoben werden. Kraftwerksbetreiber verdienen Geld, die Schäden an der Umwelt sollen später dann die Bürger mit ihren Steuern wiedergutmachen. Insofern zeugt es durchaus vom Weitblick des Gemeinderats, wenn er diese Sünden nicht leichtfertig noch einmal wiederholen wollte. Es ist nämlich nicht so, dass die Wasserkraft nur ungeheure Vorteile hätte, wie Manfred Amann es in seinem Kommentar darstellt. Ausgeblendet werden dabei die massiven Schäden, die in der Natur unter und auch über Wasser entstehen.“

Gemeinsame Presseerklärung des:

Fischereiverband Oberbayern e.V., Vizepräsident Thomas Schiffler, Wulfingstraße 9, 82275 Emmering

Bund Naturschutz in Bayern e.V., Ortsvorsitzender: Friedrich Meyer-Stach, Zeppelinstraße 10, 82256 Fürstenfeldbruck

Bezirksfischereiverein Fürstenfeldbruck e.V., 1. Vorstand: Thomas Schiffler, Wulfingstraße 9, 82275 Emmering


Einen Schultag ganz besonderer Art

Einen Schultag ganz besonderer Art unternahm die Klasse 8b von der Schule Nord, zusammen mit ihrem Lehrer, Herrn Hofmann. Sie wollten ca. 40 Bäume entlang des Klosterkanals vor dem Zugriff des Bibers schützen.

Die BN- Ortsgruppe FFB / Emmering  hatte dies vorgeschlagen, mit Genehmigung der Unteren Naturschutz-behörde und mit Unterstützung des städtischen Bauhofes, der das Material dazu lieferte.

Nach einer kurzen Einführung über die Lebensweise und den Körperbau des Bibers, machten sich die Jugendlichen daran, die Bäume auszumessen, den Wickelzaun  abzuschneiden und die Bäume damit zu umwickeln. Dabei lernten sie die Lieb-lingsspeisen der Biber im Winter kennen: Weiden, Pappeln, Ahorn, Fichten  und als Bauholz für ihren Biberbau, die Schwarzerle.

Nach 2 1/ 2 Stunden kräftiger Arbeit und bei eiskaltem Wetter, hatten die Gruppen zusammen mit dem Lehrer und den drei BN- Mitgliedern alle Bäume umwickelt. Während der Aktion kamen viele Fragen auf, ob über das  Eschentriebsterben, Tierspuren im Schnee oder Erkennen der Bäume im unbelaubten Zustand.

Im Frühjahr wird die Klasse noch einmal eine Begehung machen und überprüfen, ob die Aktion erfolgreich war.

Der BN – Vorsitzende der Ortsgruppe FFB/Emmering Friedrich Meyer-Stach und die beiden Umweltpädagogen, Anke Simon und Holde Tietze-Härtl, sind von der Arbeit und dem Einsatz der Jugendlichen begeistert und wollen derartige Aktionen mit Schulklassen in Zukunft  wiederholen.

H. Tietze-Härtl
(Vorstandsmitglied OG FFB/Emmering)


„In die Schule GEH ich gern“

Bei dieser Mitmachaktion „In die Schule GEH ich gern“ des Bund Naturschutz hat sich in Fürstenfeldbruck die Grundschule NORD beteiligt. Sinn dieser Aktion ist es, den Kindern ihren täglichen Schulweg als ein wichtiges Erfahrungsfeld zu vermitteln.

„ZU Fuß ZU GEHEN“ bedeutet für das Kind :

  • es bekommt frische Luft und spürt den Wechsel der Jahreszeiten
  • es lernt, sich auf jedes Wetter einzustellen
  • es bewegt sich vor und nach dem langen Sitzen im Klassenzimmer
  • es sammelt Eindrücke oder Blätter oder Kastanien
  • so entstehen Kontakte und Freundschaften

Ein weiterer wichtiger Grund für diese Aktion ist es, das tägliche Parkchaos beim Bringen und Abholen der Kinder zu vermeiden und damit den Schulweg überschaubarer und sicherer zu machen. Zusätzlich leisten alle einen vorbildlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Alle Kinder, die zu Fuß, dem Fahrrad oder dem Schulbus zur Schule kommen, stempeln am Klassenbaum ein Blatt hinzu. Die teilnehmenden Klassen erhalten eine Anerkennung und die Gewinner bekommen einen besonderen Preis.

Dieser Preis bestand aus einer Biberführung, durchgeführt von der BN-Umweltbildnerin Frau Tietze –Härtl. Gewinner war die 1. Klasse der Grundschule Nord mit ihrer Klassenleiterin, Frau Hager.

Bei strahlendem Wetter verbrachten die Kinder einen Vormittag an der Amper. Es gab viel zu erkunden, z.B. eine Biberburg, frische Fraßspuren und  Biberrutschen in die Amper. Viel Wissenswertes wurde so spielerisch vermittelt.

Für das kommende Schuljahr 14 / 15 haben schon weitere Grundschulen ihr Interesse angemeldet.


Das intensive Suchen hat sich gelohnt !

Bauwagen

Seit 2012 suchte die BN Ortsgruppe FFB + Emmering einen gut erhaltenen und günstigen Bauwagen für die BN-Kindergruppe. Bei PIKASSIO München wurde Thomas Brückner schließlich fündig. Wir waren alle vom guten Zustand begeistert und Reiner Dieffenbach war bereit ihn von München nach Emmering mit seinem Traktor zu schleppen. Nochmals vielen Dank an Rainer für die zeitaufwändige und mühevolle Arbeit und an Stefan Alkofen, der das Gefährt von hinten mit seinem Auto absicherte.

Nun hatten wir endlich eine Bleibe und ein neues Zuhause für unsere Kindergruppe.

Durch großzügige Spenden seitens der Volksbank FFB, der Sparkasse FFB, der Stadtwerke FFB und von Privatpersonen, und durch die jährliche finanzielle Unterstützung durch die Stadt FFB und die  Gemeinde Emmering konnte für unsere Kindergruppe dieser Bauwagen gekauft werden. Beim ersten Gruppentreffen nach den Sommerferien weihten die Kinder und ihre Eltern den Bauwagen mit einem kleinen Fest ein. Von seinem Vorbesitzer wurde der Bauwagen vortrefflich hergerichtet und mit einer Sitzgruppe ausgestattet. Dadurch können die Kinder den Bauwagen beliebig  benutzen, sei es zum Nistkasten oder Insektenhotel bauen, oder einfach nur zum Brotzeit machen bei  Regenwetter.

Seit dem ersten Treffen am Bauwagen , der von den Kindern mit großer Begeisterung angenommen wurde, kommen immer mehr Kinder.Dank  engagierter Elternhaben wir auch mittlerweile   einen großen Fundus an Sägen, Hammer, Feilen etc., die wir bei den letzten Treffen schon fleißig eingesetzt haben.

Für weitere Infos bezüglich der Kindergruppe stehen Holde Tietze-Härtl (08141-512915) und Anke Simon (089-80909485) zur Verfügung.

Dank an die Spender

Die BN Kindergruppe FFB/Emmering bedankte sich bei ihren Spendern mit einem holzgerahmten  Foto des Bauwagens und dem von den Kindern bunt gestalteten Text .

Bericht von der BN-Radltour 2013

Die 30 km lange Radltour von Weilheim nach Bernried, durch’s „Eberfinger Drumlinfeld“, mit Magnetsrieder Hardt und Bernrieder Filz, war mit 14 Teilnehmern gut besucht.

Der stellv. Kreisvorsitzende des BN Weilheim-Schongau, Hr. Dr. Helmut Herrmann, entführte die Radlertruppe in die Vergangenheit, als Wiesen noch Blütenmeere, und Moore noch richtig nass waren. Die Drumline sind lang gestreckte trockene Hügel, die durch das Auseinanderbrechen der Gletscher entstanden sind. In den Senken zwischen Ihnen sind Feuchtstandorte. So wechseln sich hier auf engstem Raume Trocken- und Nassstandorte ab, die eine in Europa einzigartige Artenvielfalt bieten. Die BN-Kreisgruppe hat im Laufe der letzten Jahre dafür gesorgt, dass diese Kleinodien erhalten, wiederhergestellt und vernetzt wurden. So besitzt die Kreisgruppe Weilheim-Schongau einen beneidenswert großen Schatz an Biotopflächen, deren Schutz und Pflege natürlich viel Arbeit bedeuten. Ende Juni, Anfang Juli blühen dort auf den Streuwiesen über 20.000 Sumpfgladiolen! Leider war auf Grund des nasskalten Frühjahres nur eine einzige Blüte zu entdecken. Zahlreiche andere seltene Pflanzen trösteten uns darüber hinweg.

Vor den Toren der reizvollen Wallfahrts-Hardtkapelle machten wir ausgiebig Brotzeit, bevor es per Rad zum Teil über Bretterstege durch Hochmoore zur zweiten Station, der schwarzen Lacke ging. Der kleine See liegt ebenfalls in einem Hochmoor. Durch die stufenweise Aufstauung des Wassers wird auch das Moor wiedervernässt. Das steigende Wasser sorgt dafür, dass die wertvolle moortypische Vegetation wieder zum Vorschein kommt.

Zum Abschluss und Ausklang kehrten wir im Wirtshaus „Drei Rosen“ in Bernried ein.

Thomas Brückner (03/2014)

Radltour in die Ammerschlucht 2012

Radltour 2012 in die Ammerschlucht

Die Radltour 2012 der BN-Ortsgruppe FFB+Emmering führte am So 22.Juli in die Ammerschlucht.

17 Teilnehmer fuhren mit der Bahn bis Hohenpeißenberg, um von dort in noch morgendlicher Frische hinunter in die Ammerschlucht zu radeln. Die Ammerschlucht zwischen Saulgrub und Peißenberg ist eine im bayrischen Alpenvorland einmalige Wildflusslandschaft mit canyon-artigen Abschnitten, in der die ungezügelte, lebendige Flussdynamik noch heute das Bild der Landschaft formt. Auf Grund der Radl-Transport-Probleme der Bahn hatten wir eine Stunde Verspätung. Am Kalkofensteg über die Ammer erwartete uns Hr. Klonz vom BN Peißenberg. Obwohl von Beruf Chemiker, erklärte er uns ausführlich die geologischen Grundlagen, wie die Landschaft in Urzeiten durch Plattenverschiebungen und Auffaltungen entstanden ist, und wie die Ammer ihr heutiges Bett gefunden hat, die vor Jahrtausenden noch in den Lech floss. 

Oberhalb des Kalkofensteges stiegen wir den Hang hoch, um bemooste Kalktuff-Terrassen und verkalkte Bachgerinne zu bestaunen. Beim Austritt des kalkhaltigen Wassers aus dem Hang, fällt der Kalk durch Druckverlust aus, und bildet die Terrassen und die den Hang durchziehenden Gerinne. Flussabwärts, auf der Höhe des Stauwehres, machten wir Picknick an einem renaturierten Altwasserarm der Ammer. Weiter flussabwärts besichtigten wir die Kiesbänke und Inseln im sich immer wieder veränderten Flussbett, das einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten einen besonderen Lebensraum bietet, den es außerhalb der Schlucht kaum mehr gibt. Auch der Biber hat hier eine mächtige Burg gebaut, und fühlt sich in der wilden Flusslandschaft und den naturbelassenen Auwäldern sichtlich wohl.

 Bei sonnigem Wetter radelten wir durch unberührte Auwälder und noch nie gedüngte Blumenwiesen weiter auf dem Ammer-Amper-Radweg flussabwärts, bis in den Biergarten am Kloster Polling. Neben Bier und Brotzeiten waren vor allem die großen Kuchenstücken ein echter Genuss. Gestärkt ging es dann in wilder Sause auf dem Prälatenweg zurück nach Weilheim, um den Zug nach Hause nicht zu verpassen.

 Ein großes Dankeschön geht an unseren Führer Hr. Klonz, der uns durch seine Aufgeschlossenheit und sein umfangreiches Wissen über Geologie, Flora und Fauna beeindruckte. Möglicherweise war es nicht die letzte Tour, die wir in dem Gebiet unternommen haben.

Thomas Brückner (08/2012)

Kalktuffterrassen
Kalktuffterrassen
Kalkofensteg
Kalkofensteg
Kalkgerinne
Kalkgerinne

Radltour in den Paterzeller Eibenwald 2011

Alte Eibe
Alte Eibe
Gruppenfoto
Gruppenfoto
Waldführung
Waldführung

Die diesjährige Radltour der BN-Ortsgruppe FFB+Emmering führte am 3.Juli in den Paterzeller Eibenwald bei Wessobrunn. 13 Teilnehmer radelten bei anfangs kühlem Sommerwetter von Weilheim über den Ammer-Amper-Radweg nach Raisting, und von dort zur Einkehr in den Biergarten Stillern mit rein biologischer Ausrichtung. Nach der Stärkung ging’s vorbei am Vogelparadies Zellsee in den naheliegenden Eibenwald, wo uns Herr Resch von den Bayr. Staatsforsten erwartete.

Bei einer 1 ½-stündigen Führung durch das Naturschutzgebiet berichtete Hr. Resch über die Entstehung und Pflege des Waldes, der mit seiner Größe von 84 ha und ca. 2000 bis zu 700 Jahre alten Eiben einzigartig in Deutschland ist. Der Wald steht auf einer meterdicken Tuffschicht, die durch den Austritt von kalkhaltigem Grundwasser stetig wächst. Die giftigen Eiben wachsen langsam, benötigen wenig Licht und Humus, und lieben den von zahlreichen Bächen durchzogenen feuchten Standort mit geringer Humusschicht, der anderen Bäumen Probleme bereitet. Das Eibenholz war im Mittelalter auf Grund ihrer Festigkeit und gleichzeitigen Elastizität wichtig für die Herstellung von Bögen und Armbrust, und wurde bis 1600 in Bayern nahezu ausgerottet. Um das wertvolle Kleinod zu erhalten, wird derzeit versucht, den Aufwuchs von jungen Eiben zu fördern. Bestimmte Bereiche wurden eingezäunt, um Wildverbiss an den jungen Trieben zu verhindern.

Auf der Rückfahrt nach Weilheim ließ sich die Sonne doch noch blicken, und es lohnte sich eine Einkehr in der Eisdiele. Alle freuten sich über die gelungene Radltour und die aufschlussreiche Führung durch Hr. Resch, dem wir hiermit noch mal ausdrücklich danken.

Thomas Brückner (08/2011)


Kinder- und Jugendgruppen

Der Natur auf der Spur - Treff der Kindergruppe "Die Spurensucher"

Geeignet für Mädchen und Jungen im Grundschulalter!

Immer am 3. Samstag im Monat, jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr.

  • Bitte wetterfeste Kleidung, gute Schuhe und eine kleine Brotzeit mitzubringen.
  • Naturerlebnisspiele, Erkundungsgänge und viel Spaß stehen auf dem Programm.
  • Unser Treffpunkt ist der kleine Wertstoffhof  "Am Tonwerk" in Emmering
  • Die Veranstaltung ist kostenlos.

Leitung und Kontakt:

Holde Tietze-Härtl (Dipl. Forstwirtin/ Umweltbildnerin); Telefon: 08141/512915; holde.tietze@gmail.com
Anke Simon (Zertif. Waldpädagogin); Telefon: 089/80909485

Aktuelles Faltblatt als PDF-Dokument

Bitte Kindergruppenflyer hier herunterladen!

Kindergruppen-Termine

Treffpunkt: Kleiner Wertstoffhof am Tonwerk (Zufahrt über B2)
Zeit: 10.00 – 12.00 Uhr

Termine 2017 für die Kindergruppe immer Samstag, den ...

    • 21. Jan.,
    • 18. Febr.,
    • 18. März,
    • 8. April,
    • 20. Mai,
    • 17. Juni,
    • 15. Juli,
    • 16. Sept. (AHK-Fest),
    • 21. Okt.,
    • 18. Nov.,
    • 16. Dez. 2017

      Weitere Informationen zur Umweltbildung bzw. Kinder- und Jugendgruppen erfahren Sie auch unter der Rubrik "Umweltbildung".

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